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WAZ: FDP öffnet sich SPD und Grünen - Neue Farbenlehre - Leitartikel von Ulf Meinke

    Essen (ots) - Und sie bewegt sich doch. Da kann Guido Westerwelle noch so sehr beteuern, seine FDP renne nicht hinterher, wenn sich andere Parteien von der Mitte entfernen. Faktisch schlägt auch Westerwelle einen Linkskurs ein, wenn er die Liberalen nun für Regierungsbündnisse mit der SPD und den Grünen öffnet. Der schwarz-grüne Flirt in Hamburg bietet dem Parteichef den Anlass für einen Strategiewechsel mit weit reichenden Folgen. Westerwelle macht den Weg frei für neue Koalitionen jenseits von Schwarz-Gelb und Rot-Grün. Die Lager brechen auf. In einem Fünf-Parteien-System lief die FDP Gefahr, durch eine dauerhafte Fixierung auf die Union ohne Machtoptionen dazustehen. Doch eine weitere Legislaturperiode auf der harten Oppositionsbank will Westerwelle weder sich noch seinen Parteifreunden zumuten. Auch deshalb löst er sich nun aus der Umklammerung mit der Union. Mit dem Ende des schwarz-gelben Projekts zur Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft muss der Parteichef allerdings eine andere Frage beantworten: Was sind eigentlich die Themen, mit denen die FDP bei den Wählern punkten will?

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