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WAZ: Tapferkeits-Orden geplant - Nicht nötig - Leitartikel von Britta Bingmann und Yvonne Szabo

Essen (ots) - Für besondere Tapferkeit sollen deutsche Soldaten wieder ausgezeichnet werden - erstmals wieder seit 1945. Nach dem von den Deutschen angezettelten Weltkrieg, der Millionen Menschen das Leben kostete, schien es nicht mehr angebracht den tapferen deutschen Soldaten zu ehren, der so viel Leid gebracht hatte. Wir Deutschen sollten aus den Kriegen gelernt haben. Unsere Soldaten sind Bürger in Uniform. Sie machen ihren Job - sei es bei der Landesverteidigung oder eben am Hindukusch - wie andere auch: Durch besondere Tapferkeit zeichnen sich Polizisten aus, die jemandem unter Einsatz ihres Lebens retten oder Frauen, die ihren Mann jahrelang pflegen. Manche von ihnen ehrt der Bundespräsident mit dem Bundesverdienstkreuz. Es ist ihm unbenommen, es auch Soldaten zu verleihen, die bereit waren, ihr Leben für andere zu riskieren. Einen neuen Militär-Orden braucht man dafür nicht. Er wäre nicht die Rückkehr zur Unbefangenheit, sondern ein fatales Zeichen. Allzu lange hatte der Militarismus die deutsche Geschichte bestimmt. Tapferkeits-Orden waren ein Symbol dafür. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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