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WAZ: Nichts ist unmöglich - Kommentar von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Rot-Rot-Grün in Hessen, Schwarz-Grün in Hamburg - und was hat das mit uns hier zu tun? Sehr viel. Denn alles ist plötzlich denkbar. Gewählt wird der Landtag zwar erst im Frühjahr 2010. Aber die Parteien in NRW werden sich schon heute einstellen (müssen) auf die Frage: was wäre, wenn?

      Nehmen wir nur die Kleinen. Die Linkspartei etwa. Heute ist sie
im Westen bloße Protestpartei. Will sie das bleiben, oder stellt sie
sich ein aufs Regieren? Könnte sie das überhaupt? Und was hätte das
für programmatische Folgen? Und die Grünen: Sie haben sozialistische,
aber auch freiheitliche Wurzeln. Für welche Richtung wollen sie sich
entscheiden? Zwischen den Koalitionspartnern CDU und der Linkspartei
liegen Welten. Was tun die Grünen, um in ihrer womöglich neuen Rolle
als Zünglein an der Waage (wie früher die Liberalen) glaubwürdig zu
bleiben? Schließlich die FDP. Sie konkurriert mit der CDU um den
selbstständigen Mittelstand, mit den Grünen etwa um Hochschulmilieus.
Könnte sie, wenn es eine Ampelkoalition erfordert,
Ökologisch-Soziales mittragen?

      Von nun an werden alle beobachten, wie klug die Parteien umgehen
mit dem Toyota-Prinzip: Nichts ist unmöglich.

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