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WAZ: Warnstreiks im Öffentlichen Dienst - Zustimmung - Leitartikel von Ulrich Horn

    Essen (ots) - Streiks im öffentlichen Dienst sind besonders brisant. Sie bringen Beschwernisse für die Bürger mit sich, die mit ihren Steuern die Gehälter der Beschäftigten bezahlen. Nicht selten haben die öffentlichen Arbeitgeber bei Arbeitskämpfen darauf gesetzt, dass sich die Stimmung der Bevölkerung gegen die Streikenden richtet. In diesem Jahr können sich die Arbeitgeber auf diesen Effekt kaum verlassen. Zwar ist die Haushaltslage der meisten Städte trotz guter Konjunktur miserabel. Dennoch findet die Forderung der Gewerkschaften nach einem kräftigen Schluck aus der Pulle breite Zustimmung bei den Arbeitnehmern. Sie haben den Aufschwung mit Lohnzurückhaltung möglich gemacht. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Preissteigerungen vor allem für Energie belasten die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen stark. Die Arbeitnehmer erwarten, endlich am Aufschwung beteiligt zu werden. Die Forderung der Gewerkschaften nach acht Prozent ist sicher utopisch. Sie müssen darauf achten, den Bogen nicht zu überspannen. Zu hohe Abschlüsse führen zu weiterem Stellenabbau.

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