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WAZ: Die Kleinen kommen - Kommentar von Jürgen Polzin

    Essen (ots) - Und sie bewegt sich doch. Die deutsche Automobilindustrie reagiert auf das Klimaschutzthema und die Spritpreise, wie das 8000-Euro-Auto von Opel zeigt. Was die Hersteller über Jahre schlichtweg ignorierten, ist nun ausdrücklicher Kundenwunsch, der sich den Weg in die Schauräume bahnt: Cityautos, günstig in Anschaffung und Unterhalt, sind in Mode.

      Die neue mobile Bescheidenheit kommt nicht von ungefähr. Ob
Umweltzonen in Städten, Spritpreis-Rekorde, die CO2-Steuer oder die
unkaputtbare Tempolimit-Debatte: Wer heute über die Anschaffung eines
neuen Autos nachdenkt, wird sich wohl oder übel mit Umwelt und
Unterhaltskosten auseinandersetzen müssen.

      Sicherlich ist es auch der Druck der EU, den CO2-Ausstoß der
Flotte zu senken, der Opel, VW & Co. dazu bewegt, über Sparmobile
nachzudenken. Auch das billigste Auto der Welt macht Druck. Der
indische Konzern Tata will den 1700-Euro-Nano technisch fit machen
für den europäischen Markt. Wie auch immer: Deutschlands Autobauer
reagieren kreativ. Und das ist eine gute Nachricht für Ökonomie,
Ökologie und Autofahrer.

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