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WAZ: Türkische Gemeinde legt im Streit um Koch-Wahlkampf nach

    Essen (ots) - Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hat seine Kritik am Wahlkampf des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) verschärft. Im Gespräch mit der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagausgabe) wies Kolat zugleich die Kritik von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla zurück.

    "Der Zentralrat der Juden hat Recht. Das Niveau des Wahlkampfes von Herrn Koch ist von Kampagnen der NPD kaum noch zu unterscheiden", sagte Kolat der WAZ. "Ich hoffe, dass Herr Koch von den Wählern die Quittung für seine fremdenfeindliche Politik bekommt", fügte er hinzu. Hessens Ministerpräsident schüre in unverantwortlicher Weise Rassismus.

    Auf die Kritik des CDU-Generalsekretärs reagierte Kolat mit den Worten: "Herr Pofalla hätte mehr beigetragen, wenn er sich von Roland Kochs diskriminierenden Äußerungen distanziert hätte. Die Deutschland-Türken sind bereit, an jeder Diskussion teilzunehmen, die sachorientiert ist und nicht zur Spaltung der Gesellschaft führt." Pofalla hatte jüngste Äußerungen Kolats als empörend bezeichnet.

    Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), zur Lösung des Streits beizutragen. "Bundeskanzlerin Merkel hätte die Chance, sich von der fremdenfeindlichen Politik des Herrn Koch zu distanzieren. Dies sollte sie schleunigst tun", sagte Kolat.

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