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WAZ: Der Anfang der Barbarei - Leitartikel von Rolf Potthoff

    Essen (ots) - Am 30. Januar jährt  sich zum 75. Mal der Tag, an dem Hitlers Nationalsozialisten das Regime übernahmen und Deutschlands Abstieg in Größenwahn und Barbarei seinen Anfang nahm.

      Zwölf Jahre währte es nur. Doch sie genügten, um in vielen
Ländern der Welt Abermillionen Kriegstote zu hinterlassen und den
beispiellosen, an Juden begangenen Völkermord. Und hoch war auch der
Preis, den Deutschland für die Nazi-Herrschaft bezahlte: Am Ende lag
es in Trümmern und wer heil davon kam, litt bittere Not.

      Im Innern herrschte eine bizarre Alltags-"Normalität". Mit
Filmstars und Olympischen Spielen. Doch hinter der biederen "Idylle"
die brutale Realität: jedwede Opposition erstickt, Gewerkschaften und
Parteien zerschlagen, die freie Presse mundtot gemacht und
Denunzianten, "willige Helfer" und Gestapo als verlässliche Stützen
des Regimes.

      Das Erinnern darf nicht einem Schlussstrich zum Opfer fallen.
Zumal braune, hassgeprägte Gedanken noch immer - oder schon wieder? -
zu viele Köpfe durchziehen. Unsere Serie aus Anlass der
Machtübernahme ist Teil einer Aufklärungs- und Erinnerungskultur.

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