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WAZ: Ökonomin Wundersam - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Wettbewerb belebt gemeinhin das Geschäft. Das gilt offenbar auch für die Elfenbeintürmler der Wirtschaftswissenschaften, die sich zunehmend aus ihren Brüt-Kästen hinab zum Volk begeben und ihre Weisheiten in TV-Talk-shows oder noch besser, weil ohne Nachfrage, via Boulevard-Blatt zum Besten geben. Der neue Stern am Himmel der Ökonomie heißt Claudia. Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung kann vor allem eines: Sie kann immer mehr vorhersagen als die anderen - Gaspreis steigt um 20 Prozent, Ölpreis bald 200 Dollar, Benzinpreis könnte auf vier Euro den Liter steigen. Damit hat es Professor Kemfert, die den Konditionalsatz "wenn, dann" bestens beherrscht, zum ökonomischen Wanderpokal der hiesigen Medienszene gebracht. Glückwunsch, Frau Professor, das hat allmählich fast das Niveau des guten alten John Maynard Keynes. "Wenn sich der Ölpreis verhundertfacht und, was nicht unwahrscheinlich ist, der Himmel einstürzt, dann sind wir alle tot." Und zwar auf kurze Sicht.

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