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WAZ: Die neue Glaubwürdigkeit - Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Mit Peter Löscher scheint bei Siemens der richtige Mann im Chefsessel zu sitzen, obwohl er als ehemaliger und damit "fachfremder" Pharma-Manager durchaus mit Argwohn von den Mitarbeitern des Technologiekonzerns betrachtet wurde. Doch gerade mit dem Fremdling Löscher hat Siemens Glaubwürdigkeit zurückgewonnen. So hatte es sich der 50-Jährige gleich zur Aufgabe gemacht, den größten Schmiergeldskandal in Deutschland vorbehaltlos aufzudecken. Das musste er auch, denn: Sollte Siemens noch einmal auch nur ansatzweise dem Ruch von Bestechung ausgesetzt sein, wird die US-Börsenaufsicht SEC den Konzern gnadenlos abstrafen. Noch kann Siemens dagegen durch die Aufklärungskampagne auf ein Maß an Milde hoffen. Wie es künftig geht, hat Siemens schon vorgegeben. Man müsse eben auch mal "Nein" zu einem Geschäft sagen, hieß es in München - und wenn man den besten Service und die besten Produkte anbiete, brauche man kein Schmiergeld. Das hat Siemens im abgelaufenen Quartal mit glänzenden Ergebnissen bewiesen. Da saß Löscher bereits am Ruder - und da lief es wohl auch ohne Bestechung.

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