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WAZ: An der Arbeit gehindert - Kommentar von Jürgen Polzin

    Essen (ots) - Das passt nicht zusammen: Der Friedensnobelpreisträger Al Gore kritisiert in seinem Buch und im Film Medien, die nicht oder nicht umfangreich über die Bedrohung durch den Klimawandel berichten. Das wollten die Journalisten, die bei seinem Auftritt in Berlin dabei waren. Nur wurden sie an ihrer Arbeit gehindert: Al Gores Vortrag durfte weder im Bild, noch im Ton, noch mit wörtlichen Zitaten wiedergeben werden.

      Warum wird ein Vortrag, den Al Gore nach eigenen Worten etwa
2000-mal gehalten hat, zur Geheimsache erklärt? Warum soll der
Öffentlichkeit verborgen bleiben, was mit dem Nobelpreis geehrt wird?
Und warum durfte berichtet werden, dass Al Gore das Honorar einer
wohltätigen Organisation spenden wird, während Fachbeiträge zum
Klimathema im exklusiven Kreis blieben?

      Al Gore ist die Kühlerfigur des Klimawandels. Er trägt bei diesem
globalen Umweltproblem zur Meinungsbildung und
Bewusstseinsveränderung bei. Al Gore macht Klimapolitik, und zwar vor
allem durch seinen Vortrag. Das macht ihn zum Stargast, gibt ihm aber
nicht das Recht, Pressefreiheit zu beschneiden.

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