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WAZ: Erst lesen, dann mitreden - Leitartikel bon Birgitta Stauber-Klein

    Essen (ots) - Wenn die WAZ nun täglich Nachrichten für Kinder anbietet, dann deshalb, weil wir Kinder ernst nehmen, weil wir sie als gleichwertige Leserinnen und Leser behandeln wollen. Damit werden wir tun, was eigentlich die Aufgabe der gesamten Gesellschaft wäre, nämlich anerkennen, dass Kinder wie alle Erwachsenen auch Bürger erster Klasse sind.

      Doch wenn es um Kinder geht, ihre Bedürfnisse, ihre Chancen, ihre
Erziehung und Bildung, dann wird viel geklagt auf einem abstrakten
Niveau - und, aus Kindersicht, unverständlich gehandelt. Das beste
Beispiel dafür sind die falsch berechneten Hartz-IV-Sätze, die Kinder
in die Armut treiben, weil Verantwortliche sich nicht vorstellen
konnten, dass sie womöglich sogar mehr Geld brauchen als Erwachsene -
einfach, weil sie wachsen und sich entwickeln müssen.

      Viel zu viele Kinder werden vernachlässigt, viele werden aber
auch zu sehr umhegt, umpflegt, verwöhnt - der Umgang mit Kindern
jedenfalls ist oft zu verkrampft.

      Wir Erwachsenen müssen Kinder beteiligen. Der erste Schritt ist,
ihnen das Rüstzeug zu geben, damit sie mitreden können. Zum Beispiel
mit Kindernachrichten.

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