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Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung (Frankfurt (Oder) meint zu den Klima-Beschlüssen des G7-Gipfels:

Frankfurt/Oder (ots) - Klar, es sind nur Absichtserklärungen, die die glorreichen sieben Staatenlenker beim Brotzeitgipfel in Bayern abgegeben haben. Andererseits: Niemand konnte die G7 zwingen, sich so deutlich zu einem Klimaziel zu bekennen, wie sie es taten. Dass dabei der Blick auf die Kohle fiel, kam unerwartet, war aber natürlich folgerichtig. Bei der Braunkohleförderung ist Deutschland weltweit Spitzenreiter. Mit dem Hinweis auf Arbeitsplätze und Energiesicherheit werden Dörfer weggebaggert, die regionale Umwelt zerstört, und es wird über die Maßen klimaveränderndes Gas produziert. Die größte Absurdität: Moderne Gaskraftwerke, die der Energiegewinnung aus Braunkohle ökologisch bei weitem überlegen sind, werden dicht gemacht. Der Grund: Die Braunkohle ist billiger. Weil die Folgekosten nicht eingepreist werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat vorgerechnet, dass bei der Abschaltung alter Kohlekraftwerke der Preis an der Strombörse steigen, die Rentabilität der Gaskraftwerke zunehmen und die EEG-Umlage sinken würden. Außerdem könnte der CO2-Ausstoß um 23 Millionen Tonnen reduziert werden. Kein Durchbruch für das Klima - aber ein wichtiger Schritt wäre es. Und deshalb hat Sigmar Gabriel Recht, wenn er eine Klimaabgabe fordert und alle, die zum Beispiel in Brandenburg noch bis 2040 oder gar länger Kohle verbrennen wollen, haben Unrecht.

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