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Märkische Oderzeitung: schreibt zu Gauck:

Frankfurt/Oder (ots) - Das Unbehagen, das Bundespräsident Gauck gegenüber der Linken äußert, ist mehr als nur parteipolitisch motiviert. Es ist grundsätzlicher Natur, wobei seine eigene Biographie eine besondere Rolle spielen mag. Es geht um die Frage, ob eine Partei, die ihre Wurzeln in der für eine Parteidiktatur stehenden SED hat, reif ist für die Führung einer Landesregierung in einem demokratischen Staat, wie das in Thüringen jetzt zu erwarten ist. In einer Demokratie ist das nicht möglich, nicht gewollt, nicht sinnvoll. Man kann von der Linken halten, was man will: Sie stellt Bürgermeister, Landräte, Minister und bald wohl einen Ministerpräsidenten - der wieder abgewählt werden kann. Wer das will, muss dafür kämpfen. Außer Frage steht, dass ein Bundespräsident, von dem sonst immer ein Wort erwartet wird, sich in diesem Falle äußern darf - auch wenn's manchen nicht passt.

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