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Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) zu Sterbehilfe

Frankfurt/Oder (ots) - Interessanter als der rechtliche Aspekt des Falles ist seine ethische Dimension. Verweigert der Staat seinen Bürgern das Recht auf einen würdigen Tod? Dieser pauschale Vorwurf von Sterbehilfeorganisationen geht an der deutschen Wirklichkeit vorbei. Grundsätzlich besteht ja ein Recht auf Selbsttötung, und ein Schwerkranker kann, wenn er keinen Ausweg sieht, seinem Leben ein Ende bereiten. Im Braunschweiger Fall einer vom Hals ab Querschnittsgelähmten wäre es seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Sommer dieses Jahres auch für Angehörige oder Ärzte möglich, die Beatmungsschläuche abzutrennen, wenn die Patientin das wünscht. Und mit einer Patientenverfügung kann man rechtzeitig vorsorgen. Ein "Recht auf würdiges Sterben" gibt es in Deutschland also sehr wohl - auch ohne dass staatliche Behörden dafür Giftcocktails bereitstellen müssen. +++

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