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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Debatte um Finanzminister Wolfgang Schäuble

Frankfurt/Oder (ots) - Auch seine jüngsten Steuervorschläge passen ins Verhaltensmuster. Ob sinnvoll oder nicht - sie bezeugen ein Einzelgängertum, durch das sich der Koalitionspartner düpiert fühlen muss. Auch wenn der wegen seiner miserablen Umfragewerte gerne überreagiert und nach jedem Strohhalm der Selbstprofilierung schnappt: die Belastung geht von Schäuble aus.

Der von der Kanzlerin beschworene Herbst der Entscheidungen, der Wunsch nach ruhigerem Fahrwasser hat die koalitionsinternen Spannungen nicht besänftigt. Schäuble dürfte die Aufregung um seine Person kaum verstehen. Aber wann kommt es vor, dass Merkel den bisher so Sakrosankten zum Vier-Augen-Gespräch zitiert. Der Inhalt ist - natürlich - vertraulich. Aber die Geste heißt: Obacht! Der Schutzwall aus fachlicher Kompetenz und Anteilnahme, der Schäuble umgibt, wird dünner.

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