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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu den Worten des Bundespräsidenten in Afghanistan:

Frankfurt/Oder (ots) - Geschadet hat es keineswegs, wenn Köhlers Vorgänger wie von Weizsäcker und Herzog in programmatischen Reden große Linien aufzeigten. Davon ist Köhler weit entfernt. Dieser ließ am Rande eines Truppenbesuches in Afghanistan eine imperiale Attitüde erkennen, indem er die Bundeswehr zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen in den Kampf schicken will. Das ist verfassungsrechtlich höchst bedenklich. ... Erschüttert wird zugleich die offizielle Sprachregelung der Regierung, am Hindukusch werde Deutschland ausschließlich vor dem radikalen Islam verteidigt, als ob es nicht auch um die Rohstoffvorkommen in Zentralasien und den Bau von Pipelines ginge. Dem Finanzfachmann Köhler scheint auch entgangen zu sein, dass die Streitkräfte infolge der tiefgehenden Krise sparen müssen und in der Bevölkerung der Rückhalt für weitere militärische Abenteuer fehlt.

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