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Märkische Oderzeitung: Vorabmeldung - Erika Steinbach will ihren Geburtsort in Polen besuchen

Frankfurt/Oder (ots) - Frankfurt (Oder) Die Vorsitzende des "Bundes der Vertriebenen", Erika Steinbach, würde gern ihren Geburtsort Rahmel, das heutige Rumia bei Danzig in Polen, besuchen. Seit der Flucht mit ihrer Familie im Januar 1945 sei sie nie wieder dort gewesen, sagte die CDU-Politikerin der "Märkischen Oderzeitung". Da sie damals erst 18 Monate alt gewesen sei, habe sie auch keine Erinnerungen an den Ort. Wörtlich sagte Steinbach zur ihren Reiseplänen: "Ich habe das schon vor, irgendwann. Nur solange die Wellen in unserem Nachbarland so hoch geschlagen sind, wollte ich dadurch nicht noch Öl ins Feuer gießen." Steinbach wird in Polen seit Jahren scharf kritisiert, weil man ihr vorwirft, dass sie die Deutschen in Gestalt der Vertriebenen vor allem als Opfer des Zweiten Weltkriegs darstelle. Da sie selbst 1943 als Tochter eines deutschen Besatzungsoldaten in Polen zur Welt kamen, heißt es im Nachbarland auch, sie sei keine "echte" Vertriebene. In dem Interview äußert sich Steinbach auch zur Entwicklung eines entspannten Verhältnisses zwischen Deutschland und Polen. Dazu sagt sie: "Das ist doch schon fleißig am Wachsen. Insbesondere in den Gebieten, in denen früher die Deutschen ihre Heimat hatten. Dort bekamen auch die Kaczynski-Brüder nie eine Mehrheit. Das zeigt, dass man dort mit dem Thema Vertreibung keine Ängste schüren konnte, weil die Menschen häufig Kontakt mit deutschen Heimatvertriebenen haben, die dort hinfahren. Und zwar nicht mit geballter Faust, sondern mit Sehnsucht, offenem Herzen und Neugierde. Ich sage deshalb immer: Gott sei Dank ist Warschau nicht der Rest der Republik Polen." + + + Pressekontakt: Märkische Oderzeitung CvD Telefon: 0335/5530 563 cvd@moz.de Original-Content von: Märkische Oderzeitung, übermittelt durch news aktuell

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