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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Guttenberg/Kundus

Frankfurt/Oder (ots) - Der Fall Kundus wird immer bizarrer. Überall brechen Lügengebäude ein - hinsichtlich des Ablaufs des Luftschlags, des Kenntnisstandes der Verantwortlichen, aber auch hinsichtlich der öffentlichen Meinung, die sich den Realitäten in Afghanistan verweigert. Verteidigungsminister zu Guttenberg könnte schnell das nächste Bauernopfer werden, auch wenn Oberst Klein möglicherweise nur das von der damaligen Großen Koalition abgesegnete robustere Mandat zur Anwendung brachte. Es soll die gezielte Tötung von Taliban erlaubt haben. Details werden aber geheim gehalten - sie wären, sollte es sich so verhalten, kaum mit dem Bundestagsmandat vereinbar. Aber genau das muss jetzt erörtert werden. Die Debatte anzustoßen hätte Guttenberg eher genutzt als das Herumlavieren zwischen der An- beziehungsweise Nichtangemessenheit des Angriffs, Verfahrensfehlern oder nachhinkendem Kenntnisstand. Pressekontakt: Märkische Oderzeitung CvD Telefon: 0335/5530 563 cvd@moz.de Original-Content von: Märkische Oderzeitung, übermittelt durch news aktuell

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