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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Besuch von Außenminister Steinmeier in Bagdad:

    Frankfurt/Oder (ots) - Bundesaußenminister Steinmeier ist auch Wahlkämpfer. Da dürfte es keineswegs schaden, sich als Türöffner für die deutsche Wirtschaft zu betätigen. Die unterhielt einst gute Kontakte zum Irak, aber die dramatische Sicherheitslage nach dem US-Einmarsch ließ die Firmen mehr um das Leben ihrer Mitarbeiter bangen als an den Ausbau des Handels denken. Schwierig war auch das politische Umfeld. Die Regierung Schröder hatte sich gegen die amerikanische Intervention gestellt. Doch leichte Entspannungstendenzen im Zweistromland lassen nun die Investoren in den Startlöchern stehen. Deutsche Unternehmen werden im Irak besonders geschätzt. Und wenn diese nicht hoffnungslos gegenüber US-Firmen ins Hintertreffen geraten wollen, müssen jetzt Pflöcke eingeschlagen werden. Das zerstörte Land hat einen gigantischen Investitionsbedarf vom Gesundheitswesen bis zum Energiesektor. Der Treibstoff für den Wiederaufbau sind die weltweit drittgrößten Ölreserven. Freilich klafft zwischen Wunsch und Wirklichkeit noch eine große Lücke. Niemand kann zuverlässig voraussagen, wie sich die Lage nach dem Abzug der amerikanischen Truppen wirklich entwickelt.

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