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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Lehrstellenprognose des DIHK:

    Frankfurt/Oder (ots) - Die Nachricht mag zunächst begeistern - mehr offene Lehrstellen als Bewerber soll es in diesem Jahr in Deutschland geben, prognostiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit Verweis auf die bereits abgeschlossenen Ausbil-dungsverträge. Zum letzten Mal war das 2001 der Fall. Doch hinter der bloßen Statistik zeigen sich auch Probleme. Klar versetzt die gute Konjunktur Firmen in die Lage, neue Lehrstellen zu schaffen. Zudem hat die Agentur für Arbeit Erfolge bei der Vermittlung von Langzeitsuchenden zu verzeichnen, die sonst die Statistik belasteten. Auch wenn diese es selten in eine betriebliche Ausbildung schaffen. Zudem wirkt sich der demografische Wandel aus - es gibt schlicht immer weniger Lehrstellenbewerber. Berücksichtigt man noch, dass viele Betriebe die mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber beklagen, wandelt sich plötzlich das Bild: Anspruchsvolle Unternehmen werden eher noch größere Probleme bekommen, geeignete Lehrlinge zu finden, Stellen werden unbesetzt bleiben - wenn die Politik nicht  massiv in die Schulen investiert.

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