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Medienwoche diskutiert Medienpolitik für das Internetzeitalter
BBC-Generaldirektor Thompson: Public Value für die Digitale Gesellschaft

BBC Generaldirektor Mark Thompson bei der medienwoche@IFA / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Medienboard/Büschleb"

Berlin/Potsdam (ots) - "Wie kann eine Medienpolitik aussehen, die dem Internetzeitalter etwas angemessener ist als unsere bisherigen Instrumentarien?" Um diese Eingangsfrage von Moderator Dr. Lutz Hachmeister, Direktor des IfM, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, ging es am heutigen Dienstagvormittag beim Kongress der medienwoche@IFA im ICC Berlin.

In seiner Keynote ging BBC-Generaldirektor Mark Thompson zunächst auf das Verständnis der BBC von den Aufgaben des public service broadcast in Zeiten des Internet ein.

Wie schafft man Public Value in einer digitalen Gesellschaft? Dies sei eine der zentralen Fragestellungen gerade für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so der Chef des britischen Traditionssenders. Kernaufgabe seines Hauses sei es, Qualitätsinhalte herzustellen und ihre Auffindbarkeit auch in der digitalen Ära sicherzustellen, ohne dabei die in 80 Jahren Sendergeschichte etablierten Stärken, Kompetenzen und Werte der BBC zu verlieren. Der Übergang sei zwar unbequem, das Ergebnis jedoch nützlich für alle, vor allem für die Gesellschaft.

Thompson betonte, dass sich die BBC nicht in Feldern engagieren solle, die der Markt bereits gut abdecke. Entsprechend beantwortete er die Frage von Hachmeister nach einer eigene Suchmaschine für das öffentlich-rechtliche Fernsehen: Die BBC sei Content-Produzent und es gehöre zu den Aufgaben des Senders, diese Inhalte einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich, also auch im Internet auffindbar zu machen.

Ähnlich sieht es der Medienrechtswissenschaftler Thomas Vesting, der im Anschluss über eine zeitgemäßere Aufstellung der Medienregulierung sprach: Politisch abgepufferte Institutionen erzeugten ein reicheres Angebot, das zeige der Vergleich mit Ländern, die über so etwas nicht verfügten. Damit schaffe das öffentlich-rechtliche System einen Mehrwert, der vom privaten Markt nicht erreicht werde.

Der dreitägige Medienkongress dauert noch bis Mittwoch, 3. September.

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Dr. Kathrin Steinbrenner
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