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Viele hessische Eltern sind fürsorglich und engagiert

Frankfurt am Main (ots) - Mütter zeigen noch häufiger das richtige Interesse als Väter

Ratgeber thematisieren immer wieder die Frage, wo zwischen den beiden Extremen Überbehütung und Desinteresse der beste Erziehungsstil liegt. Fragt man die Kinder selbst, dann finden Eltern offenbar meistens den richtigen Weg: Drei Viertel der hessischen Kinder bescheinigen ihren Müttern genau das richtige Interesse an Schulleistungen, Problemen und Hobbys. Bei den Vätern fallen die entsprechenden Ergebnisse etwas geringer aus, doch auch hier überwiegen die positiven Urteile der Kinder. Zu diesem Fazit kommt das LBS-Kinderbarometer Deutschland 2009 im Länderbericht Hessen.

In der Regel finden hessische Kinder das Interesse ihrer Mütter genau richtig - vor allem wenn es um Schulleistungen geht (81 % Zustimmung), aber auch im Falle von Problemen (76 %), im Hinblick auf Hobbys (75 %) oder den Freundeskreis (68 %). "Diese Rangfolge zeigt: Kindern ist es wichtig, dass die Eltern ihre Freunde akzeptieren, denn ein beträchtlicher Teil der befragten Kinder wünscht sich mehr Interesse am Freundeskreis", erklärte Ulrich Kuther, Geschäftsführer der hessenstiftung - familie hat zukunft.

Überbehütung oder Vernachlässigung beeinträchtigen das Wohlbefinden der Kinder

Generell gilt: Stimmt das Maß des Interesses aus Sicht der Kinder nicht, dann gilt dies in der Regel für alle abgefragten Bereiche gleichermaßen. Kinder fühlen sich dann tendenziell überbehütet oder vernachlässigt, und dies kann sich negativ auf ihr Wohlbefinden allgemein, in der Familie oder der Schule auswirken. Überwiegend positiv bewerten die Kinder die Fürsorge ihrer Mütter: Acht von zehn Kindern nehmen ihre Mütter als angemessen fürsorglich wahr, knapp drei Viertel attestieren ihren Müttern, dass sie von ihnen genau richtig zum Lernen animiert werden.

Interesse der Väter für Belange der Kinder geringer

Der Anteil der Väter mit dem richtigen Interesse an den Belangen ihrer Kinder liegt deutlich unter dem Anteil der Mütter. Die Werte zum richtigen Engagement der Väter im Hinblick auf die Belange der Kinder fallen ein wenig geringer aus als die der Mütter. Besonders das Interesse am Freundeskreis stuft mehr als ein Drittel der Kinder (35 %) bei ihren Vätern als zu gering ein. Insgesamt sind die unzufriedenen Kinder eher in der Gruppe zu finden, die sich mehr Engagement des Vaters wünscht.

Kinder brauchen und erwarten Anleitung in Ernährungsfragen

Gefordert sind Eltern auch im Bereich der Ernährung. Denn ein beachtlicher Teil der Kinder hat das Gefühl, dass sich ihre Eltern nicht genügend um regelmäßiges Essen (38 %), um gesunde Kost (26 %) oder eine warme Mahlzeit am Tag (21 %) kümmern. "Kinder möchten und benötigen gerade in Ernährungsfragen Anleitung", kommentiert Verone Schöninger, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes in Hessen. Denn je mehr Eltern die Ernährung ihrer Kinder am Herzen liegt, desto sensibler werden sie von ihnen eingeschätzt. Erheblichen Handlungsbedarf beschrieb auch Hessens Familien- und Gesundheitsminister Banzer in seinem schriftlichen Grußwort zum Länderbericht des LBS-Kinderbarometer Hessen am Beispiel, dass nur 60 Prozent der Kinder angaben, regelmäßig vor der Schule zu frühstücken.

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