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Herzinfarkt - bei Frauen häufiger tödlich

Prof. Dr. med. Peter Trenkwalder, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga, rät Frauen zu einem gesunden Lebensstil, um sich vor einem Herzinfarkt zu schützen. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/53836 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

München (ots) - In Deutschland erleiden jährlich rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Für rund 65.000 von ihnen verläuft der Infarkt tödlich, 55% davon sind Frauen. Denn auch wenn sich die Risikofaktoren bei beiden Geschlechtern gleichen, haben Frauen durch schwer erkennbare, unspezifische Symptome einen Nachteil: Sie verlieren wertvolle Zeit und kommen so bis zu einer Stunde später in die Klinik als Männer. Anlässlich der aktuell laufenden Herzwochen erklärt Prof. Dr. med. Peter Trenkwalder, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga, worauf Frauen beim Thema Herzgesundheit achten sollten.

Der Herzinfarkt gilt immer noch als Männersache. Bis zum Alter von 70 Jahren trifft es grundsätzlich auch zu, dass doppelt so viele Männer wie Frauen einen Herzinfarkt erleiden. "Dies liegt vor allem am positiven Effekt des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Es schützt die Herzkranzgefäße und wirkt sich positiv auf das Verhältnis der Blutfette aus", erklärt Professor Trenkwalder. Und doch hat sich der Herzinfarkt für Frauen zum Risiko Nummer Eins entwickelt. Immer häufiger treten erste Herzinfarkte bereits im Alter zwischen 35 bis 60 Jahren auf. Mediziner nennen Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht als zentrale Ursachen dieser Entwicklung. Und was nur wenige wissen: Nicht nur stark überwichtige, sondern auch extrem untergewichtige Frauen sind gefährdet.

Risikogruppe Frau: ungesunder Lebensstil ist Hauptursache für Herzinfarkt

"War der Lebensstil der Frauen früher in der Regel gesünder als der von Männern, ist dies heute oft nicht mehr der Fall", erklärt Professor Trenkwalder. Zwar gelten typische Risikofaktoren wie Diabetes, starkes Über- oder Untergewicht, mangelnde Bewegung oder Stress für beide Geschlechter - wie stark sie jedoch an der Entstehung einer koronaren Herzerkrankung beteiligt sind, ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. So zeigen verschiedene Studien, dass für Frauen einige Faktoren riskanter sind, so z.B. die Zuckerkrankheit oder das Rauchen. Frauen mit Diabetes haben ein doppelt so hohes Risiko für Herzerkrankungen wie Männer mit Diabetes. Und Rauchen fördert, besonders in Kombination mit hormoneller Verhütung, Herzerkrankungen stärker als bei Männern.

Gefährlich untypisch - Alarmzeichen bei Frauen

"Während sich bei Männern in 75% aller Fälle die bekannten Anzeichen für einen Herzinfarkt zeigen - v.a. ein starker drückender oder brennender Brustschmerz - treten bei Frauen meist atypische Symptome auf", so Professor Trenkwalder. Hierzu gehören starke Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauch- und Rückenschmerzen. Daher konsultieren Frauen oft zuerst den falschen Arzt, was die richtige Diagnose verzögert. Alarmierend: Bei Frauen vergehen bis zum Eingang des Notrufs durchschnittlich 45 bis 60 Minuten mehr als bei Männern - fehlende Zeit für das Herz, die dazu führt, dass die Akutsterblichkeit bei Frauen höher ist als bei Männern.

Herzinfarkt vorbeugen: ein gesunder Lebensstil zahlt sich aus

Die beste Vorsorge ist, Risikofaktoren zu erkennen und frühzeitig zu vermeiden. "Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Gesundheit", rät Professor Trenkwalder. Denn viele Erkrankungen seien schleichend und könnten das Herz-Kreislauf-System über Jahre hinweg schädigen, ohne dass erkennbare Beschwerden aufträten. Kostenlose Gesundheitsuntersuchungen helfen, Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes zu erkennen. "Darüber hinaus ist es wichtig, den Lebensstil zu überprüfen", empfiehlt der Experte. Gefährdete Personen sollten eventuelles Übergewicht reduzieren, auf das Rauchen verzichten, Stress gut bewältigen, auf eine gesunde Ernährung achten und sich regelmäßig bewegen. Geeignet sind vor allem Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic Walking und Schwimmen - sie können auch bis ins hohe Lebensalter betrieben werden. Der Fettstoffwechsel wird angeregt und das Herz-Kreislauf-System bleibt in Schwung. Bei der Ernährung ist es ratsam, Olivenöl oder Rapsöl statt tierischer Fette zu verwenden, mageres Fleisch, reichlich Obst und Gemüse sowie regelmäßig Seefisch zu essen.

Herzgesundheit bei Frauen - die wichtigsten Tipps & Fakten

   - Frauen- und Männerherzen sind grundsätzlich gleich. Einziger 
     Unterschied: Zierliche Frauen, die unter 50 kg wiegen, können 
     ein kleineres Herz haben. Bei Belastung kann sich der Herzmuskel
     von kleineren Herzen aber genauso verdicken wie es bei größeren 
     Herzen von Männern der Fall ist.
   - Herzinfarkt bei Frauen: Das größte Vorkommen von Herzinfarkten 
     bei Frauen liegt in der Altersgruppe zwischen 70 und 100 Jahren.
     Immer häufiger treten erste Herzinfarkte jedoch bereits im Alter
     zwischen 35 bis 60 Jahren auf.
   - Späte Erkennung von Herzinfarkten: Die Akutsterblichkeit ist bei
     Frauen aufgrund der späten Diagnose höher als bei Männern. Bei 
     einer regulären Behandlung durch den Notarzt und Klinik liegt 
     die Sterblichkeit der Frauen bei ca. 10%.
   - Faktoren, die Frauen für einen Herzinfarkt gefährden: Zu den 
     Hauptrisiken zählen insbesondere das Rauchen und Stress. Bei 
     Frauen "jenseits der 50" ist zudem Diabetes ein entscheidender 
     Faktor für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.
   - Regelmäßige Check-ups: Frauen, die in regelmäßigen Abständen den
     allgemeinen Gesundheitszustand prüfen lassen, sind klar im 
     Vorteil. Vor allem bei familiären Vorbelastungen, wie etwa 
     Bluthochdruck oder einem erhöhten Cholesterinspiegel, werden 
     regelmäßige ärztliche Checks empfohlen.
   - Rauchen aufgeben: Wichtigste Vorsorge ist und bleibt die Aufgabe
     des Rauchens! 

Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil auf einen Blick:

Mit über 1 Million Versicherten gehört die BKK Mobil Oil zu den finanz- und leistungsstärksten Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Die Kunden der BKK Mobil Oil profitieren von einer TÜV-geprüften "Direkt-Service-Garantie" und einem umfangreichen Leistungsangebot. Die BKK Mobil Oil wurde dafür mehrfach ausgezeichnet - unter anderem als "Top-Krankenkasse für Familien" und "Top-Krankenkasse für Sportler". Persönlich betreut werden die Versicherten in den Geschäftsstellen Celle, Hamburg, Heusenstamm (Hessen) sowie seit Januar 2014 am neuen Standort München. Weitere Informationen zur BKK Mobil Oil unter www.bkk-mobil-oil.de.

Pressekontakt:


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Antje Eckert
Telefon: 040 3002-11402
E-Mail: Antje.Eckert@bkk-mobil-oil.de

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