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BERLINER MORGENPOST: Die Sparpolitik rächt sich - Leitartikel von Alexander Dinger

Berlin (ots) - Die entscheidenden Sätze im aktuellen Verfassungsschutzbericht stehen bereits auf der zweiten Seite. Berlin wird in den kommenden Jahren rasant wachsen. Die Sicherheitsarchitektur ist aber in den vergangenen Jahren nicht mitgewachsen. Und das rächt sich jetzt. Es ist egal, ob man mit Polizisten, Ärzten oder Feuerwehrleuten spricht - alle berichten Ähnliches. Die Sicherheitsgaranten dieser Stadt arbeiten am Limit.

Würden allein die in Berlin lebenden 70 Gefährder, denen ein Anschlag wie auf dem Breitscheidplatz zugetraut wird, rund um die Uhr bewacht, würde man dafür etwa 2000 Beamte benötigen. Utopisch in einer Behörde, die jahrelang wider besseres Wissen kaputtgespart wurde.

Was nun? Der jährliche Verfassungsschutzbericht ist so etwas wie ein gesellschaftlicher Seismograf. Keine andere Publikation richtet die Scheinwerfer so umfassend in die Schmutzecken unserer Gesellschaft. Es ist an der Politik, diesen Bericht genau zu lesen und Handlungen abzuleiten. Fest steht aber schon jetzt: Die Sparpolitik der letzten Jahre an der Sicherheitsarchitektur muss ein Ende haben.

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