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BERLINER MORGENPOST: Jungakademiker sind Riesenkapital; Kommentar von Andrea Huber über Berliner Uni-Absolventen

Berlin (ots) - Die Finanzierung von Studienplätzen ist ein Kraftakt. Doch die Bundesländer fördern Lehre und Forschung nicht zuletzt aus Eigennutz: Hochschulen sind Jobmaschinen, stehen für Innovationen und Kreativität. Sie bilden qualifizierte Arbeitskräfte aus, die wiederum zu den wichtigsten Standortfaktoren gehören. Welch ein großes Kapital die Hauptstadt mit ihren Hochschulen hat, belegt die jüngste Absolventenbefragung der Freien Universität, der Technischen Universität und der Humboldt-Universität. Deutlich häufiger als Absolventen anderer deutscher Universitäten bleiben die in Berlin ausgebildeten Jungakademiker am Hochschulstandort. Eineinhalb Jahre nach dem Ende ihres Studiums haben - je nach Fach - 60 bis 80 Prozent von ihnen in der Hauptstadt einen Job gefunden. Bundesweit liegt das Mittel bei ganzen 20 bis 40 Prozent. Für Berlins Wirtschaft ist das Ergebnis der Absolventenbefragung eine gute Nachricht, denn sie spiegelt den Boom auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie die Attraktivität der Stadt für Jobsuchende insgesamt. Die hiesigen Hochschulen haben einen wichtigen Anteil an der Gesundung der Berliner Wirtschaft und am Aufstieg der viel bewunderten Start-up-Szene. Die Zahlen zeigen auch, dass es inzwischen einen guten Austausch zwischen Hochschulen, Politik und Wirtschaft gibt. Es ist noch nicht allzu lange her, dass in Berlin laute Klagen über die Abwanderung der hier ausgebildeten Akademiker zu hören waren. Der Arbeitsmarkt konnte sie nicht aufnehmen, und Angebot und Nachfrage passten weniger gut zusammen als heute. Inzwischen ist das Studienangebot an vielen Stellen bedarfsgerecht ausgebaut worden, und die Hochschulen haben ihre Ausbildungskapazitäten oft bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit ausgereizt. Hochschulförderung ist gut angelegtes Kapital. In der Bindungskraft der Berliner Hochschulen liegt auch künftig ein riesiges Potenzial für Innovation und Wachstum.

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