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BERLINER MORGENPOST: Mischung in Gefahr - Kommentar von Isabell Jürgens

Berlin (ots) - Die Berliner Mischung steht für das Ideal von einem Kiez, in dem alle Einkommensgruppen mit Wohnraum versorgt werden können. Ende der 70er-Jahre und beschleunigt durch den Fall der Mauer in den 90er-Jahren entwickelten sich viele der nach dem Krieg errichteten Neubausiedlungen zu Problemvierteln, aus denen die einkommensstärkeren Bewohner wegzogen. Um einer Gettobildung vorzubeugen, mussten Milliardenbeträge in Sanierungsprogramme und Quartiersmanagement investiert werden.

Den schlechten Erfahrungen zum Trotz setzt Berlin nun wieder auf den massenhaften Wohnungsbau. Doch immer wieder versichert der Bausensenator auf Bürgerversammlungen, dass dabei keine Problemviertel entstünden, dass man sehr auf die soziale Mischung achte.

In zwei Bauvorhaben der Degewo werden nun jedoch Gebäude errichtet, in denen 100 Prozent Sozialwohnungen entstehen. Angesichts der Wohnungsnot gerade von Menschen mit geringen Einkommen ist das zwar verständlich, aber der falsche Weg. Wenn diese Projekte Schule machen, bleibt die Berliner Mischung auf der Strecke.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost.de/207481185

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