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BERLINER MORGENPOST: Hausgemachte Personalnot
Ein Kommentar von Jens Anker

Berlin (ots) - In den ersten Sommermonaten ist es besonders schlimm: Die Schlangen vor der Kfz-Zulassungsbehörde werden wieder länger. Vier Wochen dauert es derzeit, einen Termin zu bekommen, dann folgen noch Wartezeiten in der Behörde. Selbst die zuständige Innenbehörde hält die Zustände, die dort zurzeit herrschen, für nicht hinnehmbar - hat aber bislang nichts unternommen, die Wartezeiten zu verringern. Kein Wunder, wurde doch in den vergangenen Jahren das Personal von 481 auf 246 Stellen fast halbiert. Die verbliebenen Mitarbeiter sind überlastet. Es fehlt - und das seit Jahren - ein Personalkonzept, das seinen Namen verdient. Noch immer weiß niemand genau, wie viel Personal an welchen Stellen gebraucht wird, um die Bürgerdienste zeitnah erfüllen zu können. Da stellt die Kfz-Zulassungsstelle nur ein Beispiel unter vielen dar. Die Personalentwicklung war viel zu lange ein Stiefkind der Berliner Landespolitik. Jetzt zu handeln ist richtig - aber schon viel zu spät.

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