AXA Konzern AG

Europa hat gewählt: Deutschland hat die besten, aber auch aggressive Autofahrer
AXA Verkehrssicherheits-Report 2008 analysiert das Verhalten im Straßenverkehr

Aggressives Fahrverhalten wie drängeln oder rechts überholen nehmen Autofahrer als gefährlich wahr, so ein Ergebnis des AXA Verkehrssicherheits-Reports 2008. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/AXA Konzern AG"

Köln (ots) - Die Deutschen werden in Europa für die besten Autofahrer gehalten - das ergab der AXA Verkehrssicherheits-Report, eine länderübergreifende Studie zum Verhalten der Europäer im Straßenverkehr. Von insgesamt 7.224 Befragten wurden die Deutschen am häufigsten auf Platz 1 gewählt - vor den Briten und den Schweizern. Fast die Hälfte von 800 befragten Deutschen hält Frauen für die sichereren Autofahrer, während nur jeder Fünfte glaubt, Männer seien besser hinter dem Steuer. Ein Drittel der Teilnehmer aus Deutschland fordert härtere Bestrafungen für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Insgesamt fühlen sich Deutsche (82 Prozent) und Europäer (72 Prozent) auf den Straßen jedoch sicher - wenngleich weniger sicher als noch vor zwei Jahren. Am sichersten fühlen sich die Deutschen auf der Landstraße. Handlungsbedarf gibt es den Umfrageergebnissen zufolge bei den Themen Alkohol am Steuer, Geschwindigkeitsüberschreitungen, aggressives Fahrverhalten und Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr. Dies sind wesentliche Ergebnisse aus der repräsentativen Studie, die in zehn europäischen Ländern durchgeführt und heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Weiterhin Handlungsbedarf trotz positiver Entwicklung der Unfallzahlen

Laut Statistischem Bundesamt hat es im 1. Halbjahr 2008 in Deutschland insgesamt 1.104.050 polizeilich erfasste Straßenverkehrsunfälle gegeben. Auch wenn die Zahl im Halbjahresvergleich um 2,8 Prozent zurückging und somit ein positiver Trend zu verzeichnen ist, waren in den ersten sechs Monaten immer noch 2.170 Verkehrstote zu beklagen. Mit dem AXA Verkehrssicherheits-Report soll das Verhalten der Autofahrer in Europa wie auch in Deutschland aufgezeigt werden. Vor allem will der Versicherer auf wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit aufmerksam machen. "Als einer der größten Kraftfahrtversicherer in Deutschland wie auch weltweit wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung tragen und einen Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr leisten. Jeder verhinderte Verkehrsunfall ist dabei ein Erfolg", erklärt Dr. Markus Hofmann, Vorstand Schaden- und Unfallversicherung der AXA Konzern AG. Der AXA Verkehrssicherheits-Report ist dabei eine von vielen Maßnahmen der AXA Gruppe, die sich in zahlreichen Ländern mit Unfallforschung und Aktionen für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit einsetzt.

Spritpreis beeinflusst Fahrverhalten mehr als Sicherheit und Sanktionen

Obwohl sich die Deutschen laut AXA Verkehrssicherheits-Report - ganz unbescheiden - auch selbst für die besten Autofahrer Europas halten, bezeichnen 47 Prozent von ihnen den deutschen Fahrstil aber als aggressiv. Es verwundert also nicht, dass sich immerhin jeder Dritte der deutschen Befragten für eine strengere Bestrafung von Verkehrsverstößen ausspricht. Den größten Einfluss auf das Fahrverhalten der Europäer hat das Bewusstsein über Risiken im Straßenverkehr. 61 Prozent der Befragten sehen darin den wichtigsten Einflussfaktor auf ihr Verhalten am Steuer. Knapp dahinter erlangt der Benzinpreis mit 59 Prozent eine ähnlich große Wichtigkeit. 71 Prozent der deutschen Befragten nannten die weiterhin hohen Spritpreise sogar als entscheidenden Faktor für ihr Verhalten im Straßenverkehr. Sanktionen wie zum Beispiel Punkte im Verkehrszentralregister (Europa: 46 Prozent, Deutschland: 25 Prozent) und Bußgelder sowie Radarkontrollen (Europa: 45 Prozent, Deutschland: 40 Prozent) beeinflussen den Fahrstil dagegen weniger.

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet

Laut Statistischem Bundesamt sind 2007 in Deutschland durch Autounfälle 111 Kinder bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt, 33.883 wurden verletzt. Kinder unter 15 Jahren gehören zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern: Über ein Drittel der 2007 tödlich verunglückten Kinder saß in einem Pkw (37 Prozent) oder war als Fußgänger unterwegs (35 Prozent). Etwas mehr als ein Fünftel der getöteten Kinder benutzte ein Fahrrad. Auf dem Schulweg sind sie besonders gefährdet. 36 Prozent der Europäer und 29 Prozent der Deutschen zählen laut AXA Verkehrssicherheits-Report demzufolge auch Verkehrssicherheits-Schulungen für Kinder zu den wichtigsten Handlungsfeldern.

Bei Alkohol am Steuer sind die Deutschen vorsichtig

Die Einschätzung von Gefahrenquellen im Straßenverkehr ist in Europa und Deutschland sehr ähnlich. Lediglich beim Fahren unter Alkoholeinfluss unterscheiden sich die Meinungen der Europäer deutlich voneinander: Während das Fahren nach dem Genuss alkoholischer Getränke europaweit von 78 Prozent der Befragten nur auf Platz sechs unter den größten Gefahrenquellen landet, bewerten es die Deutschen als zweitgrößte Gefahr (92 Prozent). 2007 wurden amtlichen Statistiken zufolge rund 25.000 Unfälle mit Personenschaden durch mangelnde Fahrtüchtigkeit - also zum Beispiel Alkoholeinfluss - verursacht, bei elf Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge war Alkohol im Spiel.

Drängeln wird als größte Bedrohung empfunden: Das höchste Sicherheitsrisiko ist für die Europäer (90 Prozent) wie auch für die Deutschen (94 Prozent) ein zu geringer Sicherheits¬abstand. Dennoch gab ein Viertel der Befragten in Deutschland an, selbst nicht genügend Abstand zu halten (Europa: 21 Prozent). Tatsächlich waren 2007 auf deutschen Straßen fast 48.000 Unfälle mit Personenschaden auf einen zu geringen Abstand zurückzuführen.

Geschwindigkeiten über 160 km/h hält zwar jeder dritte Deutsche durchaus für gefährlich, sie werden aber erst auf Platz 9 (von 10) der Rangliste genannt. Darüber hinaus geben fast zwei Drittel zu, häufig so schnell zu fahren. Verbesserte Sicherheitsausstattungen der Fahrzeuge führen heute erfreulicherweise zu weniger (und weniger schweren) Unfällen. Dennoch gehört überhöhte Geschwindigkeit mit fast 62.000 Unfällen mit Personenschaden allein im vergangenen Jahr zu den größten Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr. Auch das Telefonieren ohne Freisprechanlage während der Fahrt wird in Deutschland mit 80 Prozent der Nennungen nach wie vor als gefährlich angesehen. Doch gibt fast jeder Vierte zu, sein Mobiltelefon im Auto regelmäßig ohne Freisprechanlage zu benutzen.

Fragt man die Deutschen, auf welcher Straße sie sich am sichersten fühlen, entscheiden sich 41 Prozent für die Landstraße (Autobahn: 35 Prozent, Stadtverkehr 15 Prozent). Trügerisch - denn gerade auf Landstraßen passieren bei uns die meisten Unfälle mit tödlichem Ausgang (61 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland waren auf der Landstraße unterwegs).

Mehr Sicherheit durch Präventionsmaßnahmen

Wenn es um die Verhinderung von Unfällen geht, so zeigt der AXA Verkehrssicherheits-Report, ist man sich in Europa und Deutschland wieder einig. 38 Prozent der Europäer und 36 Prozent der Deutschen äußerten den Wunsch, mehr gegen Alkohol am Steuer zu unternehmen. 44 Prozent der Befragten in Europa (Deutschland: 51 Prozent) sehen in Präventivmaßnahmen für junge Fahrer die größte Chance, für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Zu Recht: Laut Statistischem Bundesamt waren im vergangenen Jahr 26 Prozent aller verunglückten und 29 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen in Deutschland im Alter von 18 bis 24 Jahren. Damit handelt es sich bei jungen Fahrern um die am stärksten gefährdete Gruppe im Straßenverkehr. Der AXA Verkehrssicherheits-Report bestätigt das: 73 Prozent der jungen Fahrer gaben an, auf der Autobahn zu schnell zu fahren, 49 Prozent fahren zu dicht auf und 40 Prozent telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung.

Mit Sicherheit sparen - Alle Beteiligten profitieren

"Vor dem Hintergrund eines hohen Preisbewusstseins verfolgt AXA in Deutschland die Strategie, Versicherungsnehmer durch finanzielle Anreize zu einem sicherheitsbewussten Fahrverhalten zu motivieren. Dies geschieht über Bonus-Regelungen bei Tarif- und Aktionsmerkmalen, die nachweislich einen positiven Effekt auf die Schadenwahrscheinlichkeit haben", erklärt Rainer Brune, Vorstand SUHK Privat der AXA Versicherung AG. Ein Beispiel ist der Null-Punkte-Tarif: Studien zeigen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Punktestand und der Unfallwahrscheinlichkeit gibt. Junge Fahrer zwischen 20 und 24 Jahren, die normalerweise ein besonders hohes Schadenrisiko haben, erhalten bis zu 20 Prozent Nachlass auf den Versicherungsbeitrag, wenn sie ein sauberes Punktekonto nachweisen. Im Rahmen von Aktionen profitieren auch Fahrer über 25 Jahren, die keine Punkte haben, von bis zu zehn Prozent Nachlass. Für diesen Tarif wurde AXA von dem Wirtschaftsmagazin Capital 2005 mit dem Innovationspreis für Versicherungen ausgezeichnet.

Auch Fahranfänger, die am "Begleiteten Fahren" teilgenommen haben, profitieren von günstigeren Beiträgen. Untersuchungen zeigen, dass sie viel seltener Unfälle verursachen als Fahranfänger, die von Anfang an allein unterwegs sind. Für das Begleitete Fahren gibt es bis zu 25 Prozent Nachlass - auch über den 18. Geburtstag hinaus. Letztlich profitieren davon alle Beteiligten - Verkehrsteilnehmer wegen vorsichtigeren Fahrern, Versicherungsnehmer durch günstigere Prämien und Versicherer durch geringere Schadenaufwendungen.

Der AXA Verkehrssicherheits-Report

Die Informationen des AXA Verkehrssicherheits-Reports beruhen auf Daten, die durch das von AXA SA beauftragte Marktforschungsinstitut Ipsos ermittelt und aufbereitet wurden. Teilgenommen haben insgesamt 7.224 Europäer aus neun Ländern (Belgien, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Schweiz). Außerdem sind Ergebnisse einer separaten Befragung in Frankreich in den Report eingeflossen. In Deutschland wurden 800 Autofahrer befragt, die einen deutschen Führerschein besitzen. Die befragte Gruppe stellt einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Bevölkerung im Alter ab 18 Jahren dar. Die Telefon-Interviews (CATI) wurden im Zeitraum vom 21. Juli bis 8. August 2008 durchgeführt. Für die Zusammenstellung einer repräsentativen Stichprobe wurde das Quotensampling-Verfahren nach den Quotenmerkmalen Geschlecht, Alter und Region angewendet. Ipsos haftet nicht für die Auslegung, Analyse und Kommentierung der Untersuchungsergebnisse durch AXA.

Die Ergebnisse der Studie sowie Bild- und weiteres Infomaterial stehen unter www.AXA.de/verkehrssicherheit zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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