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Im neuen prmagazin: "Manipulationen unter der Flagge der Pressefreiheit"/ Journalisten und PR-Berater fordern härtere Regeln

Remagen (ots) - Nach Skandalen um angebliche Aktienkursmanipulationen, an denen auch Journalisten und PR-Leute beteiligt sein sollen, sorgen sich Pressevertreter und Kommunikationsberater um ihren Ruf. Roland Tichy, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, sieht einen Fehler im System und fordert schärfere Regeln auf Medienseite: "Wir verfolgen jeden Ladendieb wegen einer Tütensuppe, aber unter der Flagge der Pressefreiheit sind Manipulationen möglich." So sei etwa die freiwillige Selbstverpflichtung, die der Presserat ausgebe, viel zu weich, um Manipulation zu verhindern. Sie sieht nur vor, dass Journalisten Informationen vor Veröffentlichung nicht für persönliche Vorteile nutzen dürfen und dass Aktien von Journalisten, die in die Berichterstattung eingebunden sind, zwei Wochen vor oder nach einem Artikel nicht gehandelt werden dürfen. "Das ist Wischiwaschi", sagt Tichy. Auch PR-Profis sollten stärker gegen schwarze Schafe in den eigenen Reihen vorgehen, fordert Peter Dietlmaier von der Düsseldorfer Kommunikationsberatung C4: "Wir müssen durch Reaktionen und Sanktionen klar machen, dass Manipulationen nicht zu guter Kommunikation passen."

Die Titelgeschichte der Dezember-Ausgabe dreht sich um Royal Dutch Shell. Bei dem Ölriesen hat im Juni Herbert Heitmann die externe Kommunikation übernommen - mitten in der BP-Krise. Der langjährige SAP-Mann stellte dem prmagazin seine Strategie vor: Er will positiven Themen mehr Gehör verschaffen, aber auf große Visionen verzichten.

Zudem gibt es einen großen Rückblick auf Gewinner und Verlierer, Krisen und Skandale, Trends und Überraschungen des Jahres 2010. Weitere Themen der neuen prmagazin-Ausgabe, die am 1. Dezember erscheint: das gewandelte Rollenbild der Berliner Lobbyisten, die aggressive Linie von Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart am Beispiel der "TelDaFax-Affäre", ein Blick auf Organisationsmodelle von Agenturen.

In der zehnten Ausgabe der Studie von com.X und prmagazin geht es um das Verhältnis von PR und Journalismus.

Im aktuellen Pressestellentest: Haben die Finanzinvestoren ihr Versprechen gehalten, offener zu kommunizieren?

Und in der Rubrik "Theorie & Praxis" untersuchen die Kommunikationswissenschaftler Olaf Hoffjann und Ulrike Röttger das Wissensmanagement in Agenturen.

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Christina Ullrich
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