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"Social Media-Atlas 2012": So beeinflussen Facebook und Co. die Deutschen

Hamburg (ots) - 70 Prozent der Onliner in Deutschland nutzen Social Media-Angebote - im Vergleich zu 2011 ein Zuwachs um sechs Prozentpunkte. Wer über ein großes Einkommen verfügt, besucht deutlich mehr Kanäle als Geringverdiener. So sind 64 Prozent der User mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro in Foren unterwegs. Von denen mit unter 1.000 Euro sind es gerade mal 50 Prozent. Das sind Ergebnisse des "Social Media-Atlas 2012" vom IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung, der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforschungsdienstleister Toluna. Die Studie zeigt unter anderem, über welche Themen sich die Deutschen auf den Online-Kanälen informieren, ob sie Aktivitäten von Unternehmen wahrnehmen und wie sich die Nutzung in den einzelnen Bundesländern unterscheidet.

Die Hessen führen das Ranking an 

Zwischen den deutschen Bundesländern gibt es deutliche Nutzungsunterschiede. Der Social Media-Spitzenreiter ist in diesem Jahr Hessen: 74 Prozent der Onliner aus dem Bundesland sind im Social Web unterwegs. Im vergangenen Jahr führte Rheinland-Pfalz noch mit 73 Prozent die Tabelle an, belegt aber in 2012 nur noch Platz sieben. Auf den Plätzen zwei und drei der Social Media-affinsten Bundesländer schaffen es Niedersachsen und Bremen. Die rote Laterne geht in diesem Jahr wie schon in 2011 an Mecklenburg-Vorpommern. Mit 58 Prozent Social Media-Nutzern (52 Prozent im vergangenen Jahr) bildet das Bundesland das Schlusslicht im Social Media-Ranking.

Bundesländer-Ranking: Anteil Social Media-Nutzer in Prozent 
(gerundet) 
1. Hessen 74%
2. Niedersachsen 73%
3. Bremen 73%
4. Nordrhein-Westfalen 73%
5. Sachsen-Anhalt 73%
6. Hamburg 72%
7. Rheinland-Pfalz 72%
8. Berlin 72%
9. Bayern 69%
10. Schleswig-Holstein 66%
11. Brandenburg 66%
12. Baden-Württemberg 65%
13. Sachsen 65%
14. Saarland 62%
15. Thüringen 62%
16. Mecklenburg-Vorpommern 58%
In Hessen gibt es anteilig die meisten Social Media-Nutzer.
 
YouTube in der Nutzergunst erneut auf dem ersten Platz 

Das von den meisten Deutschen genutzte Angebot ist Facebook. 89 Prozent der Social Media-Nutzer sind auf dem Social Network unterwegs. Die von den Nutzern am besten bewertete Plattform ist allerdings eine andere. Hier hat - genau wie im vergangenen Jahr - YouTube die Nase vorn. 72 Prozent der User bewerten das Video-Portal mit "gut" oder "sehr gut". Zufrieden sind sie vor allem mit der Suchfunktion und der Übersichtlichkeit der Seite. Kleiner Wermutstropfen: 2011 lag YouTube noch bei 77 Prozent der Befragten vorn. Facebook schafft es in der Gunst der Nutzer auf den zweiten Platz. 65 Prozent der User bewerten das Social Network mit mindestens "gut". An dritter Stelle folgt Google+ (60 Prozent zufriedene Nutzer), das zum ersten Mal in die Bewertung einfließt und das Business-Netzwerk Xing (55 Prozent) vom Treppchen stößt. Auffällig ist, dass die User viele Angebote schlechter bewerten als noch in 2011.

Ranking: "Sehr gut" und "Gut" bewertete Kanäle	
   Kanal:        Anteil 2012   Anteil 2011
1. YouTube          72%	          77%
2. Facebook         65%	          69%
3. Google+          60%	           **
4. Xing	            55%           69%
5. Picasa           54%	          57%
6. Twitter          51%	          52%
7. MyVideo          48%	          54%
8. Slideshare	    42%	          34%
9. Flickr           41%	          48%
10. Wer-kennt-wen   41%	          49%
11. LinkedIn        40%           40%
12. StayFriends	    38%           45%
13. Lokalisten      36%           34%
14. SchülerVZ	    37%	          40%
15. MySpace	    36%	          38%
16. MeinVZ	    36%	          43%
17. StudiVZ	    32%	          39%
**Google+ wurde in der Vorjahresbefragung nicht berücksichtigt. 
Austausch: Private Themen hoch im Kurs 

Nach den konkreten Nutzungsgewohnheiten gefragt, zeigt sich, dass die private Kommunikation an erster Stelle steht. So tauschen sich 62 Prozent der Facebook-Nutzer über Persönliches aus, vereinbaren Treffen mit Freunden oder Bekannten und schicken sich gegenseitig Fotos zu. Jeder vierte Facebook-Nutzer unterhält sich mit anderen Usern über berufliche Themen (25 Prozent). Wirtschaftliche oder gesundheitliche Themen diskutiert noch nicht einmal jeder Zehnte (19 beziehungsweise 18 Prozent) in dem Social Network.

Vertrauen in Meldungen aus dem Social Media-Netzwerk gesunken 

Den Meldungen kommerzieller Anbieter stehen die Social Media-Nutzer skeptischer gegenüber als noch in 2011. Im vergangenen Jahr gaben 42 Prozent der Befragten an, hohes Vertrauen in Meldungen von Unternehmen und Institutionen zu haben. In diesem Jahr sind es nur noch 35 Prozent. Tendenziell größeres Vertrauen in die Beiträge kommerzieller Anbieter haben dabei noch die Einwohner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (45, 43 und 42 Prozent).In ähnlichem Verhältnis ist auch das Vertrauen in Informationen gesunken, die von persönlichen Social Media-Kontakten stammen: In 2011 äußerten 67 Prozent großes Vertrauen, in 2011 sind es nur noch 59 Prozent.

Unternehmen fallen im Social Web kaum auf 

Der Social Media-Atlas 2012 fragte dieses Jahr außerdem erstmals ab, inwiefern die User die Aktivitäten von Unternehmen einzelner Branchen überhaupt wahrnehmen. Banken und Versicherungen treten demnach bei ihren Kunden kaum in Erscheinung. Nur 13 Prozent der Befragten geben an, dass sie in den vergangenen sechs Monaten Social Media-Aktivitäten von Instituten aus der Bank- oder Versicherungsbranche wahrnahmen. Im Gesundheitssektor sind es sogar nur neun Prozent.

Hintergrundinformationen 

Die Studie "Social Media-Atlas 2012" wurde im Auftrag von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. Es wurden 3.500 deutsche Internetnutzer onlinerepräsentativ zum Thema "Social Media" befragt. Untersuchungszeitraum war 12. Juli bis 1. August 2012.

Hier finden Sie eine interaktive Grafik zu ausgewählten Ergebnissen 
des "Social Media-Atlas 2012": 
http://social-media-atlas.faktenkontor.de/2012 
Außerdem können Sie die komplette Studie hier bestellen: 
http://bit.ly/SKJO4L 
Faktenkontor: Berater für Unternehmens- und Vertriebskommunikation 

Faktenkontor ist der Berater für Unternehmens- und Vertriebskommunikation. Branchenerfahrene Experten unterstützen Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Gesundheitswirtschaft, Beratungs- und Technologie-Branche darin, ihre Zielgruppen über klassische und digitale Medien sowie im persönlichen Kontakt zu erreichen. Neben Medienberatung gehören Konzeption und Umsetzung von Kampagnen sowie Social-Media-Strategien zum Leistungsspektrum. Weltweit ist die Kundenbetreuung durch die Mitgliedschaft in der internationalen Berater-Plattform ComVort gewährleistet. Als erste Kommunikationsberatung ist das Faktenkontor zertifiziertes Mitglied des Hamburger Consulting Club e.V. (HCC). Weitere Informationen finden Sie unter www.faktenkontor.de.

Toluna: Führender Marktforschungsdienstleister 

Toluna ist der weltweit führende, unabhängige Anbieter von Online-Panels und Umfragetechnologien für die globale Marktforschungsbranche. Aus 17 Niederlassungen in Europa, Nordamerika und dem Asien-Pazifik-Raum liefert Toluna Online-Lösungen für Sample- und Umfragetechnologie für die führenden Markt- und Medienforschungsagenturen und -unternehmen der Welt. Weitere Informationen finden Sie unter www.tolunaquick.com

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung 

Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessiert sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.imwf.

Pressekontakt:

Roland Heintze
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