Deutsche Sprachwelt

Tag der deutschen Sprache: Petition für mehr deutsche Musik im Radio

Erlangen (ots) - Zum Tag der deutschen Sprache am morgigen Samstag hat die DEUTSCHE SPRACHWELT eine Petition für mehr deutsche Musik im Radio ins Leben gerufen. Die Sprachzeitung fordert die Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten der Länder auf, die Präsenz der deutschen Sprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken. Der wachsende Anteil an verkaufter deutschsprachiger Musik müsse sich endlich auch in den Programmen der Hörfunksender widerspiegeln, heißt es zur Begründung. Die Petition kann im Netz unter http://ots.de/tyiUG unterzeichnet werden.

Die Beliebtheit deutscher Musik finde sich nicht im gesendeten Programm. 2013 trugen in Deutschland lediglich 15 Prozent der am häufigsten gespielten einhundert Musikstücke einen deutschen Titel. Der Rest ist nahezu ausschließlich englisch. Auch andere Sprachen sind kaum zu finden. Das ist den Erhebungen der Music-Trace GmbH zu entnehmen (www.radiocharts.com). Dieser geringe Anteil stehe im deutlichen Gegensatz zur wachsenden Zahl verkaufter deutschsprachiger Tonträger. Im ersten Halbjahr 2014 waren beispielsweise in der offiziellen deutschen Album-Rangliste 90 Prozent der ersten zehn Musikalben in deutscher Sprache. Das hat laut Bundesverband Musikindustrie die GFK Entertainment ermittelt (www.musikindustrie.de).

Auf diese "Erneute Deutsche Welle" (EDW) müsse der Rundfunk so schnell wie möglich antworten, fordert die DEUTSCHE SPRACHWELT. Besonders die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Hörfunksender seien dazu verpflichtet. Es gehe nicht um ein Verbot von "Happy Birthday", sondern um ein Ende der kulturellen Unterversorgung und der Diskriminierung deutscher Sprache und Kultur. Auch andere Sprachen sollten nicht weiter vernachlässigt werden. 2004 empfahl der Deutsche Bundestag eine Mindestquote von 35 Prozent deutscher Musik. Dieser Wunsch nach freiwilliger Selbstverpflichtung habe jedoch nichts gebracht. Die Petition schließt: "In einem sprach- und kulturbewußten Land sollte es auch ohne gesetzlich festgelegte Quote gehen, denn Einsicht ist besser als Zwang. Ob mit gesetzlicher Quote oder mit freiwilliger Selbstverpflichtung: Wir wollen mehr Deutsch im Radio hören!"

http://ots.de/tyiUG

http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2014-09-12.shtml

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Thomas Paulwitz
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