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Industrie 4.0: Ein weiter so geht nicht - Paradigmenwechsel in der Denke
Münchener Erklärung des 7. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL zur Smart Factory

Hamburg (ots) - Auf der heute beginnenden Hannover Messe steht das Thema Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Unter der Moderation des ehemaligen CeBIT-Chefs und I 4.0-Unternehmers Frank Pörschmann forderten Experten auf dem 7. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL in Sachen Industrie 4.0 mehr Inhalte statt wirtschaftspolitischer Diskussionen. "Das Thema ist für unsere Volkswirtschaft und den Innovationsstandort Deutschland zu wichtig, als das es zerredet wird", hieß es unisono. "Ein weiter so wie gewohnt, geht bei Industrie 4.0 nicht", so die einhellige Meinung von Entscheidern unterschiedlichster Wirtschafts- und Technologiebereiche auf dem branchen- und technologieübergreifenden Gipfeltreffen. Um den Unternehmen, die auf dem Weg sind, ihre Produktionsanlagen zu digitalisieren und "smart" zu machen oder den Schritt, Werkstücke, Maschinen, Anlagen und Menschen über Telekommunikation und IT zu vernetzen, noch vor sich haben, vor bösen Erfahrungen zu bewahren, wurde die Münchener Erklärung Industrie 4.0 verfasst. Hier die wesentlichen Passagen. Den vollen Wortlaut entnehmen Sie der Webseite www.innovation-network.net

Let it flow 

I 4.0 erfordert eine branchen- und technologieübergreifende Zusammenarbeit. Kollaborative Kooperation ist das Gebot der Stunde. Entscheider müssen den Mut haben zu neuen, offenen, bereichs- und branchenübergreifenden Partnerschaften - im Zweifel auch mit einem bisherigen Konkurrenten. Bei steigendem Grad der Automatisierung steigt auch die Bedeutung kreativer Fähigkeiten im Unternehmen - eine Herausforderung für Unternehmen mit Ingenieurs-DNA.

Adaption ad hoc 

Smart-Factory-Technologien ändern die Entscheidungsmechanismen, stellten die Experten des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL auf der Grundlage eigener Erfahrungen fest. I 4.0-Prozesse bedingen ständig Entscheidungen während laufender Produktionsprozesse. Entsprechend muss ein permanenter Zugriff auf Entscheider, über die Produktionskette hinweg, mit in das Organigramm eingepflegt werden. Interoperabilität ist der wichtigste Faktor bei der Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0.

Harmonisieren geht vor Standardisieren 

Nach Aussagen der Experten des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL mache es keinen Sinn, in der schnelllebigen Smart-Technology auf Standards zu warten. Die Lösung: Selber Standards über weltweite, branchenübergreifende Kooperationen setzen und offene Architekturen entwickeln, die spätere Standards integrieren können. Seien Sie offen für neue Partnerschaften, neue Geschäftsmodelle und Standardisierungen. Die altbewährte Strategie Standardhoheit ist in der I 4.0 ungeeignet zur dauerhaften Marktsicherung - profitabler Erfolg ist künftig immer mehr ein Ergebnis schneller Innovationen, nicht aber der Marktdominanz. Um Industrie 4.0 zum Fliegen zu bringen, braucht es zuverlässige Infrastrukturen, die weltweit funktionieren.

Open mind contra fakultatives Silodenken 

Experten des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL forderten einen Paradigmenwechsel in der Denke. Mehr Offenheit. Mehr Kreativität. Wer im globalen Wettbewerb bestehen will, braucht eine Konvergenz über Branchen und Technologien hinweg und in der Denkweise. Neue Lösungen und neue, erfolgreiche Geschäftsmodelle lassen sich in der komplexen Welt von Big Data oder Industrie 4.0 nur noch auf einer vertrauensvollen Basis gemeinsam mit Partnern realisieren.

Wandel in der Technik bedingt einen Wandel in der Aus- und 
Weiterbildung 

Dort wo Arbeitsprozesse digitalisiert werden, mechanische, elektronische und informationstechnische Welten verschmelzen, Maschinen, Anlagen, Produkte und Menschen miteinander vernetzt kommunizieren, ist interdisziplinäres Wissen und Denken gefragt. Es bedarf Analytiker und einer völlig neuen Kategorie breit und technologieübergreifend ausgebildeter Menschen. Das bedingt eine völlig neue Aus- und Weiterbildung - in allen Bereichen: Vom Lehrling bis zum Manager. Die Konservierung insulaner Berufsbilder muss schnellstens durch eine Arbeitsfelder-Kompetenz ersetzt werden.

"Made in Germany" war gestern - "innovated in Germany" gehört die 
Zukunft 

Die Smart-Factory-Technologie bietet deutschen Unternehmen enorme Potenziale und Chancen, die sobald nicht mehr kommen werden. Statt Zerreden, Abwarten und Bedenken zu entwickeln, sind Schnelligkeit, Mut, Ausdauer und der feste Wille gefragt, eine weltweite Führungsrolle übernehmen zu wollen. Jetzt gilt es Grenzen (auch die in unseren Köpfen) zu überwinden und "Hand in Hand" das Innovations- und Qualitätslabel "innovated in Germany" weltweit nach vorne zu bringen.

Grundgesetz Industrie 4.0: § 1 - Von einander lernen (und 
profitieren) 

Deshalb lautet nicht nur das Grundprinzip bei der Umsetzung von Smart-Factory-Technologien: Von einander lernen und profitieren.

Dies ist auch das Leitprinzip des DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL seit seiner Gründung vor acht Jahren. Deshalb nutzen auch Sie den branchen- und technologieübergreifenden Dialog, den dieses Spitzentreffen bietet. Und damit das nicht erst auf dem dann 8. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL am 24. Februar 2015 passiert, sondern der branchenübergreifende Dialog auch zwischen den Gipfeltreffen zeitnah beginnt, wurde auf dem DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL die "innovation talks" ins Leben gerufen. Ziel dieser Expertenrunden ist es, sich jeweils in unterschiedlichen Unternehmen nicht nur über die dort generierten Innovationen, über Lernkurven und die Überwindung von Schwierigkeiten auf dem Weg zum Erfolg auszutauschen.

Sondern z.B. auch in Unternehmen, die (wie Medien-Fabriken) bereits mehrere Transformationswellen der Digitalisierung durchlebt haben, aus erster Hand zu hören, welche Erfahrungen sie beim Sprung ins Industrie 4.0-Zeitalter gemacht haben. Nur so muss nicht jeder auf seiner Insel das Rad täglich neu erfinden. Nur so kommen unsere Unternehmen schneller voran. Nur so werden wir unsere Position im Weltmarkt behaupten können. - Wenn Sie, Ihr Unternehmen einmal Gastgeber einer solchen "inLounge" sein oder Sie zu den "innovation talks" eingeladen werden möchten, kontakten Sie uns über unsere Webseite: www.innovation-network.net. Hier finden Sie auch den Film, Fotos, Themen und Impressionen vom 7. DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL.

Pressekontakt:

innovation network
Eckerkamp 141
22391 Hamburg
Tel. +49-40-53 90 410 - 0
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