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Günther Jauch im Exklusiv-Interview mit HÖRZU über seine Zukunft bei "Wer wird Millionär?" und die "fürsorgliche Belagerung" der ARD

Hamburg (ots) - Am 25.8. veröffentlicht HÖRZU ein großes Exklusiv-Interview mit dem Goldene-Kamera-Preisträger Günther Jauch (61). Anlass ist eine FORSA-Umfrage aus der vergangenen Woche über die "50 größten lebenden Vorbilder der Deutschen", die Jauch als Sieger auswies.

Im Gespräch mit HÖRZU verrät Jauch, wer für ihn selbst Vorbild ist und war: "Als Kind wollte ich Fußball spielen können wie Franz Beckenbauer oder den Mond erobern wie Neil Armstrong. Historisch waren für mich immer alle, die unter den Nazis politischen Widerstand geleistet haben, Vorbilder, zu denen ich aufgeschaut habe. Für Beckenbauer und Armstrong habe ich geschwärmt, bei den Widerstandskämpfern bewundere ich den aufrechten Geist, die Tapferkeit und die Opferbereitschaft bis hin zum Tod. Besondere Sympathien hege ich aber für die im Allgemeinen völlig unbekannten Helden des Alltags. Etwa meine Eltern. Aber auch heute habe ich immer höchsten Respekt vor Menschen, die etwas für andere tun. Oder für die, die ihre Arbeit mit Leidenschaft und Hingabe verrichten - und sei sie noch so unspektakulär. Außerdem faszinieren mich Lebenskünstler, die unter schwierigsten Bedingungen gute Laune verbreiten."

Laut FORSA ist Jauch besonders beliebt bei Frauen sowie jungen Deutschen. Sein Kommentar: "Ich bin eine Fernsehfigur, also eine Projektionsfläche. Was Menschen in mich hineininterpre-tieren, ehrt mich, hat aber nicht zwangsläufig viel mit der Realität zu tun."

Auf die Frage, ob jemand, der "gestolpert" ist, also Vorbestrafte oder Menschen, die gegen Moralvorstellungen verstoßen haben, wieder Vorbilder werden können, antwortet Jauch: "Ja, und die christliche Religion steht für dieses sehr schöne Menschenbild. Auch aus diesem Grund bin ich übrigens schon immer Gegner der Todesstrafe gewesen."

Außerdem wollte HÖRZU wissen, ob Jauch angesichts der aktuellen politischen Situation gern wieder die ARD-Talkshow moderieren würde. Jauch kritisiert: "Wir leben in politisch hochinteressanten Zeiten. Mein Ziel war immer, möglichst viele, vor allem junge Menschen für Politik zu interessieren. Das ist unserem Team gelungen. Der Quotenrekord über die gesamte Zeit von 'Günther Jauch' ist weder vorher noch nachher übertroffen worden. Überdies war die Sendung fast immer am nächsten Tag ein Gesprächsthema. Aber es haben einfach zu viele - und das waren nicht immer die angriffslustigsten - bei Themenwahl und personeller Besetzung der Sendung mitreden wollen. Diese Form der 'fürsorglichen Belagerung' entsprach irgendwann nicht mehr meinem Verständnis von journalistischer Unabhängigkeit. Also habe ich die angebotene Vertragsverlängerung dankend abgelehnt. Rückblickend ist das sicher schade, aber für mich trotzdem noch immer die konsequente, absolut richtige Entscheidung."

Auf die Frage, wann Jauch in TV-Rente gehe, erklärt er, dass sein Handschlagvertrag mit RTL für 'Wer wird Millionär?' bis Sommer 2018 gelte. Ob und wie es weitergehe, müsse man dann sehen, so Jauch. Der Moderator zu HÖRZU: "Mir macht Fernsehen noch immer Freude, aber ich habe mit dem 'Aktuellen Sportstudio', 'Stern TV', der Champions League, dem Skispringen oder 'Günther Jauch' am Sonntagabend stets dann aufgehört, wenn es am schönsten war."

Alle Zitate nur bei Nennung von HÖRZU frei. Das Interview veröffentlicht HÖRZU am 25.8.

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