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OXFAM bilanziert: Kein Platz für den Süden in Seehofers Agrarpolitik

Berlin (ots)

18.01.2007	Anlässlich der Internationalen Grünen
Woche stellt Oxfam seine Bilanz der BMELV-Politik seit dem 
Amtsantritt von Minister Seehofer vor. Oxfam kommt bei seiner Analyse
der bisherigen politischen Arbeit des BMELV zu dem Schluss, dass 
Entwicklungsanliegen keinen Platz in Seehofers Agrarpolitik haben.
"Die Kleinbauern in den Entwicklungsländern, die durch 
subventionierte Billigimporte der EU in ihrer Existenz gefährdet 
sind, werden den Export¬interessen der Ernährungsindustrie geopfert 
und dem Exportdumping weiter¬hin ausgesetzt", erklärt Marita 
Wiggerthale, Agrarreferentin bei Oxfam. Eine Wende in der 
Förderpolitik hin zu einer sozial gerechten, bäuerlichen, regionalen 
und ökologisch verträglichen Landwirtschaft ist nicht in Sicht und 
politisch nicht gewollt.
Seehofer hat die Weichen in entscheidenden Momenten in die falsche
Richtung gestellt. Mit der Änderung der Kriterien für die 
einzelbetriebliche Investitionsförderung im Mai 2006 sind der 
Aufstockung von Viehbeständen keine Grenzen mehr gesetzt. "Anstatt 
das Wachstum von leistungsfähigen Betrieben zu fördern, sollte 
Seehofer die Extensivierung der Milchviehhaltung unterstützen, um die
Überproduktion einzudämmen", fordert Marita Wigger¬thale. Die 
Bekämpfung von Armut und Hunger im ländlichen Raum der 
Entwicklungsländer müsse oberste Priorität haben.
Bei jenen Subventionen, die zu einer Eindämmung der Überproduktion
beitragen könnten, hat Seehofer den Rotstift angesetzt. Der 
finanzielle Kahlschlag bei den Mitteln zur Förderung der ländlichen 
Mittel auf EU-Ebene wurde nicht ausgeglichen, sondern mit dem 
Beschluss zum Bundeshaushalt vom 22. Juni 2006 sogar noch verstärkt. 
Seehofer betreibe Klientelpolitik zugunsten der rationalisierten 
Großbetriebe, während die Gelder für den Ökolandbau 
zusammengestrichen würden, so Wiggerthale.
Die Analyse "Kein Platz für den Süden in Seehofers Agrarpolitik" 
finden Sie unter www.oxfam.de.

Pressekontakt:

Marita Wiggerthale, Tel.: 0162 1386 321.

Original-Content von: OXFAM Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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