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COMPUTER BILD-Test: Hersteller schummeln bei Akku-Packs

COMPUTER BILD-Test: Hersteller schummeln bei Akku-Packs
Die COMPUTER BILD-Messungen zeigen: Die Hersteller schummeln bei den Kapazitätsangaben / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/51005 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/COMPUTER BILD"

Hamburg (ots) - 24 Akku-Packs im Test / Kapazität viel geringer als angegeben / PNY PowerPack T2600 erreicht nur 46 Prozent der Herstellerangaben

Das kennt jeder: Man ist den ganzen Tag unterwegs und bereits am Nachmittag ist der Akku des Smartphones leer. Besonders ärgerlich, wenn man dadurch wichtige Nachrichten und Anrufe verpasst. Abhilfe versprechen Akku-Packs: Sie füllen den Stromspeicher wieder auf und sorgen dafür, dass Tablet, Handy & Co. nicht schlapp machen. COMPUTER BILD hat in ihrer neuesten Ausgabe 21/2015 (EVT: 26.9.2015) 24 aktuelle Akku-Packs in drei Größenklassen getestet. "Es ist ein Skandal: Alle Hersteller mogeln bei der Akkukapazität", so Sven Schulz aus der COMPUTER BILD-Redaktion. "Der PNY PowerPack T2600 blieb im Test sogar unter 46 Prozent der Herstellerangaben."

Die Hersteller geben die Kapazität der Akku-Packs in Milliamperestunden an. Leider bezieht sich die Herstellerangabe meist auf die eingebauten Akku-Zellen. Das Problem: Beim Umwandeln der Spannung der Akku-Zellen auf USB-Spannung geht ein Teil der Energie verloren. Die Akku-Packs laden Elektrogeräte also tatsächlich mit weitaus weniger Milliamperestunden als angegeben. Damit schaffen es die kleinen Modelle nicht, stärkere Smartphone-Akkus wie im Samsung Galaxy S5 vollständig zu laden.

Neben der Kapazität ist auch der Ladestrom wichtig: Wenn die Milliampere des Akku-Packs nicht zur Stärke des Geräts passen, lädt der Akku nicht, oder braucht sehr viel mehr Zeit. Kleine Akku-Packs haben meist nur einen Ladestrom von 1.000 Milliampere und sind so zu schwach, um ein Tablet mit Strom zu versorgen. Und ein iPad Air 2, das mit 2.400 Milliampere lädt, braucht mit einem Pack von 1.800 Milliampere ein Drittel mehr Ladezeit.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Pack, desto höher sind Leistung und Gewicht. Die kleinen Modelle passen dabei problemlos in die Hosentasche. Die großen Packs sind leistungsstärker, können aber bis zu 558 Gramm wiegen. Auch die Preisunterschiede innerhalb der Klassen sind enorm. Wer aber vor allem Wert auf eine möglichst hohe Kapazität legt, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen: Selbst große Modelle sind ab 19 Euro zu haben.

"Akku-Packs sind praktische Begleiter für unterwegs", sagt Sven Schulz. "Allerdings muss man wissen, dass die Geräte in Punkto Akku-Kapazität nicht halten, was die Hersteller versprechen."

Alle Testergebnisse zu den Akku-Packs lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 21/2015 von COMPUTER BILD, die ab 26. September 2015 im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. COMPUTER BILD im Internet: www.computerbild.de

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