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COMPUTER BILD-Steuersoftwaretest: Webdienste deutlich unzuverlässiger als PC-Programme

COMPUTER BILD testet 14 aktuelle Steuerprogramme - darunter PC-Software, Apps und Webdienste. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/51005 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/COMPUTER BILD"

Hamburg (ots) - Alle Jahre wieder sorgt sie für Verwirrung: die Steuererklärung. Berge von Belegen, Zahlenkolonnen und verwirrende Formeln - wer kein Experte ist, verliert schnell den Überblick. Lohnenswert ist sie dennoch: Im Schnitt gibt es 1.000 Euro vom Fiskus zurück. COMPUTER BILD nimmt in der aktuellen Ausgabe 7/2015 (EVT: 14. März 2015) insgesamt 14 aktuelle PC-Programme, Webdienste und Apps zum Thema Steuer in einem großen Vergleichstest unter die Lupe. Die Redaktion untersuchte die Kandidaten anhand bestimmter Musterfälle (z.B. für Rentner, Alleinerziehende, Singles und Familien) unter anderem auf korrekte Berechnung der Steuerszenarien, Plausibilitätsprüfung, Bedienkomfort, Ausstattung, Übersicht, Performance, Datensicherheit und Preis-Leistungs-Verhältnis. Erfreulich: Alle sechs getesteten PC-Programme berechneten die Steuerfälle absolut korrekt. Die Webdienste fielen im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. "Was bei PC-Software selbstverständlich war, gelang im Web nur den Erst- und Zweitplatzierten Steuer-web.de und Internet-Sparbuch.de von Buhl", sagt COMPUTER BILD-Redakteurin Daniela Leistikow. "Selbst der beste Webdienst lag noch hinter dem letztplatzierten PC-Programm."

Auf dem PC sicherte sich das WISO-Steuersparbuch 2015 von Buhl den Spitzenplatz im großen Verbrauchertest: "Alle Musterfälle korrekt berechnet, problemlose Dateneingabe, einfache Bedienung und die beste Beratung fürs Sparen - das bringt den Testsieg", erklärt Leistikow. Punkte bekam die Software auch für die vielen praktischen Videoanleitungen. Diese sind beim Zweitplatzierten TAX 2015 (ebenfalls Buhl) zwar weitaus weniger vorhanden, aber dafür bietet die Software fast die gleiche Leistung wie der "große Bruder". Besonders die Plausibilitätsprüfung und die Lösungshilfe bei Unstimmigkeiten überzeugten die Tester. Mit einem Preis von 14,99 Euro wurde die Software zudem Preis-Leistungs-Sieger. Im Hinblick auf die Steuerhilfe für Selbstständige erhielt die Steuersparerklärung 2015 der Akademischen AG Bestnoten im Test. Ärgerlich: Eindeutige Falscheingaben, wie zum Beispiel zu hohe Lohnsteuerbeträge, rutschten dem Programm durch und verhinderten einen besseren Platz im Ranking. Schlusslicht ist die Quicksteuer 2015-Software von Lexware, die weder eine brauchbare Suchfunktion noch Videoanleitungen bot und insgesamt durch die schlechteste Beratungsleistung auffiel. In puncto Plausibilitätsprüfung der Dateneingabe hatten die Buhl-Testsieger die Nase vorn vor der Konkurrenz von Lexware und der Akademischen AG.

Gründe für die deutlich schlechteren Testergebnisse der Webdienste sind unter anderem die unzureichende Erreichbarkeit einiger Dienste und Tücken in der Handhabung. "Arbeitsschritte ließen sich nicht oder nur eingeschränkt rückgängig machen", erklärt Leistikow. "Dem Vorjahressieger Internet-sparbuch.de zum Beispiel brachten die Ladehemmungen der Website eine Abwertung ein. Ähnlich sah es bei der Lexware-Tochter Smartsteuer aus." Leistikows Fazit: "Online-Angebote eignen sich eher für einfache Steuerfälle." Besonders kurios: Buhl stellte nicht nur die Nummer 1 und 2 im Test, sondern auch das Schlusslicht. Das Angebot Taxango.de für unter 10 Euro erhielt die Note 3,84 aufgrund grober Rechenfehler. Bei einem der Steuerfälle berechnete die Website dem Steuerzahler gar 1.300 Euro zu wenig.

Die Apps schnitten insgesamt besser ab als die Webdienste. Dennoch kam es immer wieder zu langen Ladezeiten und Problemen mit der Übersichtlichkeit. "Apps sind bislang mehr interessantes Zusatzangebot als Alternative", resümiert Leistikow. Den ersten Platz sicherte sich die WISO-iOS-App vor der entsprechenden Android-App, bei der sich Arbeitsschritte oft nicht rückgängig machen ließen.

Erfreulich: Alle getesteten Steuerprogramme übertrugen persönliche Daten im Test stets verschlüsselt und erfüllten gängige Sicherheitsstandards. Zudem ließ sich die Steuerdatei per Passwort schützen.

Exklusive O-Töne der COMPUTER BILD-Redakteurin Daniela Leistikow zum großen Steuersoftware-Test finden sie hier: http://ots.de/5wxld

Den vollständigen Verbrauchertest der Steuersoftware finden Sie in der aktuellen Ausgabe 07/2015 von COMPUTER BILD, die am 14. März 2015 erscheint. COMPUTER BILD im Internet: www.computerbild.de

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