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Fitnesstraining für graue Zellen

    Hamburg (ots) - Acht Gedächtnistrainer im COMPUTERBILD-Test / Großes Spektrum unterschiedlicher Denksportaufgaben / Zwei Trainer "mangelhaft"

    Unser Gedächtnis gleicht zuweilen einem Schweizer Käse: Es vergisst Geburts- und Hochzeitstage, verlegt Namen und kann sich partout nicht an Passwörter erinnern. Damit die Löcher nicht zur Fallgrube werden, gibt es Programme, die mit Denksportaufgaben die grauen Zellen trainieren. Bekanntestes Beispiel aus der Fernsehwerbung: "Dr. Kawashima Gehirnjogging" für Nintendo-Spielekonsolen. An diesem Erfolg wollen auch andere Firmen teilhaben und bieten Gehirnjogging-Software für Windows-Computer an. COMPUTERBILD wollte wissen, was dahinter steckt und hat acht digitale Gedächtnistrainer unter die Lupe genommen - gemeinsam mit dem Neurowissenschaftler Dr. Tobias Sommer-Blöchl vom Institut für Systemische Neurowissenschaften des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Heft 23/2008, ab Montag im Handel).

    Die meisten Testkandidaten bestehen aus einer mehr oder weniger großen Sammlung unterschiedlicher Denksportaufgaben. Damit sollen sie hauptsächlich logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis trainieren. Bestnoten gab es nur für fachlich fundierte Aufgaben. Hier scheiterte mancher Kandidat: "Das große Gehirnjogging" von Rondomedia ist zum Beispiel nur ein Sammelsurium aus insgesamt 200 Mini-Programmen. Die Software deckt zwar mit ihrer Vielfalt alle in Frage kommenden Lernbereiche ab, doch der Trainingseffekt ist wegen der stark spiellastigen Übungen gering. Ähnlich schnitt "Logik & Denken" von Media Verlagsgesellschaft ab. Hierfür wurden 50 Denksport-Spiele in einen Topf geworfen. Für beide Trainer gab es die Note "mangelhaft".

    Wie es besser geht, zeigt der Test-Sieger "USM Braintrainer" (19,90 Euro): Er deckt mit seinen 30 Trainingseinheiten alle wichtigen Lernbereiche ab und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das abwechslungsreiche Programm punktet zudem mit seiner grafischen Aufmachung und einfacher Bedienung. Preis-Leistungs-Sieger "Astragon Dr. Grips" bietet zwar weniger Übungen, kostet dafür auch nur 7,95 Euro.

    Zum Vergleich haben die Experten auch die Nintendo-Software "Dr. Kawashima: Mehr Gehirnjogging" getestet. Ergebnis: Nur in der Teildisziplin Zusatzausstattung schaffte das bekannte Programm eine bessere Note. Bei den Trainingsinhalten, der Motivation und der Bedienung war es etwas schlechter.

    Zum Ausprobieren im Internet: Das Fitnessprogramm fürs Gehirn finden Sie unter http://www.computerbild.de/Gripstrainer_1908048.html.

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