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Aktion Deutschland Hilft: Im Kampf gegen Ebola mit Aufklärung nicht aufhören
In Liberia stagniert Anzahl von Neuinfizierungen und Todesfällen dank Einsatz von Hilfsorganisationen

Aktion Deutschland Hilft: Im Kampf gegen Ebola mit Aufklärung nicht aufhören / In Liberia stagniert Anzahl von Neuinfizierungen und Todesfällen dank Einsatz von Hilfsorganisationen
Margret Gieraths-Nimene ist die Leiterin der Isolierstation von action medeor in der liberianischen Hauptstadt Monrovia, Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/50116 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Aktion Deutschland Hilft e.V/action medeor"

Bonn (ots) - Während laut WHO in Sierra Leone und Guinea die Zahlen der Neuinfizierungen weiterhin steigen, haben die Fälle von Ebola Erkrankungen in Liberia zwischen Mitte September und Mitte Oktober stark abgenommen und sind seit 5 Wochen stabil geblieben. Margret Gieraths-Nimene gründete vor fast 30 Jahren in der liberianischen Hauptstadt Monrovia eine Klinik. Auf Ebola-Fälle waren sie und ihre Kollegen zunächst nicht vorbereitet und sie bat unter anderem Bündnispartner action medeor um Unterstützung. Gemeinsam mit Partnern errichtete das deutsche Medikamentenhilfswerk daraufhin eine mobile Isolierstation mit 44 Behandlungsplätzen. Margret Gieraths-Nimene ist die Leiterin. Im Folgenden berichtet sie von der aktuellen Lage in Liberia und wie wichtig es jetzt ist, mit der Aufklärung und Prävention weiter zu machen.

Frau Gieraths-Nimene, wie beschreiben Sie die aktuelle Situation in Liberia?

Aktuell wirkt die Situation in Monrovia sehr entspannt. Es ist kein Vergleich zu den Monaten Juli und August 2014, in denen die Hauptstadt wie eine Geisterstadt wirkte: Damals waren kaum Menschen oder Fahrzeuge auf der Straße, die Stimmung war erdrückend. Seit Anfang Oktober hat sich die Situation gebessert: Zahlreiche Hilfsorganisationen sind ins Land gekommen und die Regierung wird endlich aktiv. Es gibt viele Isolierstationen, Krankenwagen und nur noch wenige Tote. Die Situation wendet sich zum Positiven.

Wie ist es zu diesem positiven Wandel gekommen?

Die Unterstützung von Hilfsorganisationen wird mittlerweile gut angenommen. Auch die Regierung ergriff verstärkte Maßnahmen, um weitere Infizierungen zu verhindern: Mit einer Ausgangssperre von Mitternacht bis morgens 6.00 Uhr sollen die Ansteckungsmöglichkeiten minimiert werden. Alle Schulen, die University of Liberia und andere soziale Einrichtungen sind seit dem 1. Juli geschlossen und es herrscht ein Versammlungsverbot, um der Ausbreitung des Virus keinen Raum zu geben. Da das öffentliche Leben nicht vollständig zum Erliegen kommen kann, gibt es an vielen öffentlichen Stellen nun die Möglichkeiten zum Händewaschen und Messen der Körpertemperatur. Bei Begrüßungen soll auf das Hände schütteln oder Umarmungen verzichtet werden.

Was kann im Kampf gegen Ebola unternommen werden, um den Virus vollständig - und vor allem auch in den anderen betroffenen Ländern einzudämmen?

Im Kampf gegen Ebola ist dringend ist weitere Aufklärung über Symptome von Ebola, Schutzmaßnahme und Möglichkeiten der Vorsorge wichtig. Die Bevölkerung muss weiterhin über die Notwendigkeit des Händewaschens informiert werden. Eine aktuelle Umfrage in Haushalten hatte das erschreckende Ergebnis, dass trotz der vielen Erkrankungen nur weniger als 50 Prozent der befragten Haushalte über einen Eimer mit Desinfektionsmittel verfügen.

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

Aktion Deutschland Hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter dem gemeinsamen Spendenkonto 10 20 30 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und dem Deutschen Spendenrat angehörige Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de

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