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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Merkel/Ukraine/USA

Stuttgart (ots) - Angela Merkel nimmt die Verantwortung, die ihr aufgedrängt wird, an. Ihre Diplomatieoffensive war angesichts der auseinanderdriftenden Vorstellungen diesseits und jenseits des Atlantiks ein Ritt auf der Rasierklinge. Ihr Engagement war auch die letzte Chance, das Mandat auf eine Lösung des Konflikts vorerst in Europa zu halten. Gewonnen ist damit noch nichts, aber auch nicht alles verloren. Mehr war nicht drin.

Der nächste Kraftakt steht an, wenn die Waffenruhe zerschossen werden sollte. Dann muss Europa die USA davon überzeugen, dass eine drastische Verschärfung der Sanktionen mehr bewirken kann als eine militärische Drohgebärde. Europa hat die ökonomische Schmerzgrenze Russlands noch nicht ausgetestet. Um das zu tun, muss Europa aber selbst an Schmerzgrenzen gehen. Es wird wieder auf Merkels und Steinmeiers Verhandlungstaktik ankommen. So ist das in der Weltpolitik: wer Verantwortung sucht, findet sie womöglich - und wird sie so schnell nicht los.

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