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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Luxleaks/Steuertricks

Stuttgart (ots) - Dass die Steuerberater von Price Waterhouse Coopers (PWC) illegal gehandelt haben, ist nicht ersichtlich. Damit ist das Thema PWC und Luxemburg aber keineswegs erledigt. Es geht nicht darum, einen kleinen Kniff zu finden, wie eine bestimmte Zahlung noch als Betriebsausgabe etikettiert werden kann; es geht darum, ob ein im Prinzip wohlhabender Konzern überhaupt Steuern zahlen soll. Der Befund ist klar: Hier werden Gestaltungsspielräume weit über das erträgliche Maß hinaus ausgenutzt.

Legal oder illegal, das kann nicht der einzige Maßstab für die Beurteilung einer wirtschaftlichen Handlung sein. Klar, Postulate wie "So etwas tut man nicht!", klingen ein wenig altmodisch. Aber wenn sie ungültig werden, dann verliert die Wirtschaftsordnung ihre Legitimität. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erweisen sich einen Bärendienst, wenn sie ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung ausblenden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit wird dazu führen, dass sie an die kurze Leine genommen werden und mit immer mehr Aufsicht und Bürokratie leben müssen.

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