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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Automobilmarkt/Benzinpreise

Stuttgart (ots) - Der günstige Sprit verstärkt eine ungünstige Entwicklung am Automarkt - nämlich den Trend zu immer stärkeren Motorisierungen, die in vielen Fällen den positiven Effekt technischer Effizienzverbesserungen, in die die Autoindustrie eine Menge Geld und Hirnschmalz investiert, wieder zunichtemachen. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Autokäufern, die sich nicht für eine Limousine oder einen Kombi entscheiden, sondern für einen Geländewagen, der im Schnitt rund ein Viertel mehr Sprit verbraucht - und CO2 emittiert - als das vergleichbare Basismodell. Schließlich machen moderate Spritpreise auch alternative Antriebe für die Kunden, rein wirtschaftlich betrachtet, weniger attraktiv.

Wer beim Autokauf längerfristig denkt, sollte allerdings nicht die derzeitigen Spritpreise in seine Planungen einbeziehen, sondern lieber von einem höheren Niveau ausgehen. Wenn die Weltkonjunktur wieder anzieht, dürften Benzin und Diesel schnell wieder teurer werden - erst recht, wenn ein schwächerer Euro zusätzlich den Ölimport verteuert. Längerfristig sind sich die meisten Experten ohnehin einig, dass mit einem steigenden Anteil schwer auszubeutender Vorkommen die Förderung kostenträchtiger und Rohöl somit teurer wird.

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