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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu "Social Freezing"/Apple/Facebook

Stuttgart (ots) - Die gesellschaftlich zu lösende Frage der Vereinbarkeit von Karriere und Familie für Frauen wird ganz ungeniert in den privaten Bereich der Frau zurückgeschoben: Sie soll an ihrem Körper herummanipulieren und gesundheitliche Risiken tragen, sie soll ihr Leben so leben, dass es zu den Anforderungen der Wirtschaft am besten passt.

Und genau hierin liegt das Frankenstein'sche am Zugriff der Konzerne auf diesen privatesten Bereich ihrer Mitarbeiterinnen. Er unterwirft die Frauen - und nur die! - der Erwartung, einer Art persönlichem Businessplan zu folgen. Am Ende der ökonomischen Optimierung für den Arbeitsmarkt steht die Mutterschaft als Bonus mit gesellschaftlichem Restnutzen.

Das Angebot der Konzerne Apple und Facebook tut das Gegenteil dessen, was es vorgibt: es nimmt Frauen Freiheit. Auf beruflich ambitionierte Frauen wird enormer Druck entstehen, diese hypermoderne Form der Ausbeutung als Option wahrzunehmen. Einfrieren als Nachweis von Karrierebereitschaft und Flexibilität.

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