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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zur Ukraine

Stuttgart (ots) - Die Lage in Kiew entgleitet den scheinbar Mächtigen. Oppositionssprecher wie Vitali Klitschko reden zwar noch wie Anführer, aber sie haben ersichtlich keine Kontrolle mehr über radikale, gewalttätige Teile der Bewegung. Präsident Janukowitsch seinerseits schwankt wie ein Rohr im Wind. Mal sendet er Signale der Verständigung aus, dann wieder droht er mit dem gewaltsamen Niederzwingen des Protests. Er klammert sich verzweifelt an die Macht, an den Zugang zu wirtschaftlichen Pfründen für sich und seine Familie. Die Autorität, in seinem tief gespaltenen Land einen Prozess der Verständigung einzuleiten,hat Janukowitsch längst verspielt. Er spielt auf Zeit. Doch die wird ihn auch nicht retten, sondern nur das Blutvergießen verlängern.

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