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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Hans-Peter Friedrich

Stuttgart (ots) - Das Landwirtschaftsressort kann eine durchaus reizvolle Aufgabe sein. Die Produktion von Nahrungsmitteln, mithin ein Beitrag zur Ernährung einer wachsenden Menschheit, ist ein wichtiges Thema, mit denen sich ein Agrarminister befassen kann. Aber auch der Anbau nachwachsender Rohstoffe, der Schutz von Umwelt und Klima oder die Pflege der Kulturlandschaft.

Bei seinem ersten größeren Auftritt im neuen Amt hat der neue Ressortchef Hans-Peter Friedrich durchaus den Eindruck erweckt, dass er sich dieser Aufgabe stellen will - nicht gezwungenermaßen, sondern weil er weiß, welch große Herausforderungen damit verbunden sind. Noch recht schwach entwickelt scheint aber sein politischer Gestaltungswille zu sein. Lediglich zu sagen, der Verbraucher entscheide, was angebaut wird, reicht nicht aus. Die Konsumenten können zwar durchaus Einfluss auf die Produktion nehmen - etwa indem sie Ökoprodukte kaufen oder darauf verzichten. Doch innerhalb dieses Rahmens gibt es einen erheblichen Gestaltungsspielraum. Nimmt Friedrich diesen nicht wahr, kann er leicht zum reinen Gehilfen des Bauernverbands werden.

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