Stuttgarter Zeitung: Kommentar zur Lage in Tunesien

Stuttgart (ots) - Die Gefahr ist groß, dass sich in den Ländern des Arabischen Frühlings wieder despotische Regime etablieren. Die Menschen in Tunesien und Ägypten sind dazu aber nicht bereit. Die Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz oder in den Straßen von Tunis sind ein Hoffnungsschimmer, dass der Funke der Freiheit weiter glimmt. Es ist die Aufgabe des Westens, diese wankenden und suchenden Staaten auf dem Weg in Richtung Demokratie ehrlich zu unterstützen. Fahrlässig ist es, wenn wir angesichts der großen Probleme mit Arroganz von einem "arabischen Herbst" sprechen. Damit signalisieren wir den Menschen, die noch immer für die Demokratie kämpfen, dass wir sie schon aufgegeben haben.

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