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Mitteldeutsche Zeitung: Raketenabwehrsystem MEADS Rüstungsexperte Bernd W. Kubbing: Vorhaben steht auf der Kippe

    Halle (ots) - Das geplante Raketenabwehrsystem MEADS steht nach Auffassung des Rüstungsexperten Bernd W. Kubbig auf der Kippe und droht deutlich teurer zu werden als geplant. „Ich befürchte, dass sich dieses Einzelvorhaben zu einem Projekt in zweistelliger Milliardenhöhe auswächst", erklärte der Wissenschaftler von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Im Verteidigungsministerium geht man bislang von Entwicklungskosten von „unter einer Milliarde Euro" aus. Hinzu kommen die Beschaffungskosten für insgesamt zwölf Systeme von knapp drei Milliarden Euro. „Das Projekt wackelt", bekräftigte der Experte mit Blick auf die Kosten.

    Darüber hinaus kritisierte Kubbig die Arbeit des Verteidigungsausschusses. So hält er den Abschlussbericht des Gremiums, das dem milliardenschweren Projekt bereits zugestimmt hat, für "ungeeignet". Grundlage sei ein „interessengeleitetes Papier", das Luftwaffenoffiziere und Ministeriumsmitarbeiter erarbeitet hätten und das praktisch unverändert als Bericht übernommen worden sei.

    An dem MEADS Projekt beteiligen sich bisher die USA und Italien. Deutschland hat noch bis Ende März Zeit, den Kooperationsvertrag zu unterschreiben.


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