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Mitteldeutsche Zeitung: zu Friedensnobelpreis

Halle (ots) - Santos hat nicht nur Absichten erklärt, sondern Abmachungen vorgelegt. Aber er hat nicht für Mehrheiten gesorgt. Er ist gescheitert. Ein Nobelpreis für gescheiterte Friedensverhandlungen! Dabei hätte das Komitee warten können. Es gab kaum einen Beobachter, der sicher war, dass Santos eine Mehrheit bekommen würde. Nahezu jedem war klar, dass es knapp werden würde. Hätte man in Oslo die Kolumbianer ernst genommen, hätte man das Referendum abgewartet. Aber das Komitee braucht kein Volk für seinen Frieden. Das ist ein schreckliches Signal an alle, die in anderen Ländern versuchen, Bürgerkriegen, Aufständen und Killerkommandos ein Ende zu machen. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees hat ihre Arbeit erschwert.

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