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Mitteldeutsche Zeitung: zu Union und Obergrenze

Halle (ots) - Das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat nun das Thema aufgegriffen und Dramatisches enthüllt: 200 000 Asylbewerber pro Jahr wären "eine ziemlich hohe Zahl", findet Spahn. Die CSU leitet die 200 000 ab von der Zahl eine Million, also der Zahl derer die ungefähr 2015 nach Deutschland gekommen sind. Wäre diese Million Menschen gerecht, also nach Kriterien wie Bevölkerungsanteil und Wirtschaftskraft, auf Europa verteilt worden, hätte Deutschland nach CSU-Darstellung ein Fünftel davon, also 200 000 aufnehmen müssen. Nach dieser Logik ist klar - die Obergrenze der CSU ist eine ziemlich beliebige Angelegenheit. Wären im vergangenen Jahr zwei Millionen Flüchtlinge gekommen,läge sie bei 400 000, wären nur fünf gekommen, wäre die Grenze 1. Politische Mathematik ist seltsam.

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