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Mitteldeutsche Zeitung: zur Geldschneiderei beim Basiskonto

Halle (ots) - Die schwarz-rote Koalition setzt im Juni ein Zahlungskontengesetz in Kraft, das auch Armen und Obdachlosen das Recht auf ein Basiskonto garantiert. Dabei hat man die Interessen der Banken und Sparkassen berücksichtigt: Basiskonten sind lediglich auf Guthabenbasis vorgeschrieben, ins Minus können die Kunden also nicht rutschen. Obwohl somit Verluste für die Geldhäuser ausgeschlossen sind, unternehmen viele Institute alles ihnen Mögliche, um Kunden vom unteren Rand der Gesellschaft mit hohen Kontoführungsgebühren fernzuhalten. Dieses Verhalten der Banken ist zutiefst betrüblich. Es beraubt die Armen jeder Chance, sich aus dem Teufelskreis von Obdach- und Arbeitslosigkeit zu befreien.

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