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Mitteldeutsche Zeitung: zu Kujat und die Linke

Halle (ots) - Der wesentliche Kujat ist ein Vertreter der Nato, der mit Militäreinsätzen kein prinzipielles Problem hat. Es gibt da aber noch den anderen Kujat. Er wirbt um Ausgleich mit Russland, findet dessen Eingreifen in Syrien nicht falsch und mahnt, man müsse gegenüber der Türkei klare Kante zeigen. Es ist dieser General a.D., den das Wagenknecht-Lager hören möchte - und der ihr Problem offen legt. Die Linke sagt im Bundestag zu allen deutschen Militäreinsätzen Nein. Sie klagt beim Verfassungsgericht gegen die Anti-IS-Mission. Die USA, Israel und die Türkei stehen ohnehin unter Militarismus-Verdacht. Aber für das kriegerische Vorgehen Russlands in Syrien und der Ukraine hat der linke Flügel durchweg Verständnis, weil er durch Feindseligkeit gegenüber der Nato zusammen gehalten wird. Der Streit um Kujat ist nur ein Symptom dafür. Es wird Zeit, dass die Linke endlich glaubwürdig wird.

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